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Festtage enden mit Familientreffen

Festtage enden mit Familientreffen

Sulzbach. Im Wohnzimmer in der Wilhelmstraße 17 steht neben dem Adventskranz ein bunter Teller erlesener Weihnachtsplätzchen. "Es werden wohl 16 Sorten werden", sagt Heidi Weyand schmunzelnd, während sie den Kaffee eingießt. "Unsere Tochter Heike ist bei uns die Bäckerin", sagt sie. Heike Weyand zeigt also nicht nur als Rechtsanwältin Ehrgeiz

Sulzbach. Im Wohnzimmer in der Wilhelmstraße 17 steht neben dem Adventskranz ein bunter Teller erlesener Weihnachtsplätzchen. "Es werden wohl 16 Sorten werden", sagt Heidi Weyand schmunzelnd, während sie den Kaffee eingießt. "Unsere Tochter Heike ist bei uns die Bäckerin", sagt sie. Heike Weyand zeigt also nicht nur als Rechtsanwältin Ehrgeiz. Die 40-Jährige wird mit ihren Eltern am Heiligen Abend zusammen feiern. "Wir sind am 24. zu dritt", sagt Dankwart Weyand. Der Hobbyrennfahrer lässt mit seiner Familie Weihnachten eher locker angehen: "Wir machen uns schon lange keinen Stress mehr, sonst geht's zu Lasten der Gemütlichkeit", sagt er. "Und schenken tun wir uns auch schon längere Zeit nichts mehr", fügt Heidi hinzu. Dazu muss man aber wissen, dass die 63-Jährige, die immer noch eine Aerobicgruppe trainiert, am 21. Dezember Geburtstag hat. "Dann ist am Sonntag schon das Haus voll, und meine Geschenkewünsche sind erfüllt", sagt sie lachend. Trotz diesen bescheidenen Tönen ist Weihnachten bei den Weyands an feste Rituale geknüpft. "Am 24. wird traditionell mittags der Weihnachtsbaum geschmückt", erklärt Dankwart Weyand. Der 67-Jährige ist stolz auf den Christbaumschmuck: "Ich hab' noch ein paar Stücke von meinen Eltern aus den 20er Jahren. Ein gläserner Kerzenhalter, ein Clowngesicht und ein Lebkuchenhäuschen. Damit sollte man vorsichtig umgehen", sagt er augenzwinkernd in Richtung Ehefrau. "Deshalb darf ich ja nicht helfen", kontert sie lachend. Wenn dann abends der Christbaum in gläsern-silbernem Glanz erstrahlt, hat Heidi Weyand den traditionellen Ratsherrentopf bereits im Ofen. "Am Heiligen Abend wird das Tafelsilber ausgepackt und das gute Porzellan eingedeckt", sagt sie. Bei einem guten Wein wird dann in gemütlicher Runde gefeiert: "Unsere drei Katzen sind bei uns auf der Couch und sorgen für besonderes Wohlbehagen", sagt Dankwart Weyand. Am ersten Weihnachtstag geht's dann an die frische Luft: "Wie jedes Jahr machen wir mit Nachbarshunden und unseren Freunden einen langen Spaziergang. Das tut gut", sagt die 63-jährige Tierfreundin. Bei den Weyands klingen die Festtage mit dem großen Familientreffen bei Dankwarts Schwester Gudrun in Lautenbach aus. "Wir sind auch an Weihnachten irgendwie ein eingespieltes Team, denn unser Plan, dass wir uns keinen Stress an den Feiertagen machen wollen, geht auf", freut sich Heidi Weyand.