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Feiernde Jugendliche, Müll und Grünschnitt

Feiernde Jugendliche, Müll und Grünschnitt

Bei der Sommertour des Sulzbacher Bürgermeisters ging es unter anderem durch Schnappach. Die Pflege der Grünanlagen und der Schutz der Kinder lagen dabei den Bürgern am Herzen.

 Die Tour führte unter anderem zum Schnappacher Friedhof.
Die Tour führte unter anderem zum Schnappacher Friedhof.
 Erste Anliegen der Bürger wurden auf dem Parkplatz der Tennisanlage besprochen. Hier wurde auch neuer Asphalt gelegt.
Erste Anliegen der Bürger wurden auf dem Parkplatz der Tennisanlage besprochen. Hier wurde auch neuer Asphalt gelegt.

Mit Bürgermeister Michael Adam ging es gestern im Rahmen seiner Sommertour durch Schnappach . Los ging's auf dem Parkplatz der Tennisanlage, hier verwies Adam auf den neu asphaltierten unteren Bereich des Platzes. Zudem stehen hier nun einige Glas- und Papiercontainer, die vorübergehend aus der Straße Im Hessenland wichen, da die Stadt, parallel zum Neubau des Jobcenters durch die Strukturholding Saar, hier einen Parkplatz errichtet.

Erste wünsche von Anwohnern aus dem Neubaugebiet Zu den sechs Eichen erreichten Adam bereits am Beginn der Tour. Die Bürger forderten deutlichere Hinweise auf die Tempolimits im Schnappacher Weg, da sie sich Sorgen um das Wohl ihrer Kinder machten. Bereits bei der letzten Tour hätten sie darauf hingewiesen. Adam versprach schnelle Abhilfe, musste aber bei der Forderung nach einem Fußweg abseits der Straße in die Innenstadt eine Absage erteilen. Die hohe Verschuldung der Stadt mache es nicht möglich weitere Wege einzurichten und zu unterhalten. Hierfür fehle es schlicht an Personal. "Glauben Sie mir, ich würde gerne noch 20 weitere Menschen einstellen, aber die Schulden der Stadt machen das nicht möglich", so Adam.

Mit der gleichen Argumentation musste Adam den Vorsitzenden des SV Schnappach vertrösten, der seinerseits einen neuen Fußweg zum Parkplatz im Schürer-Weg, oberhalb der Sportanlage, wünschte. Hier kam als weiteres Problem hinzu, dass der Weg über Privatgelände führt und somit der Stadt die Handhabe fehlt. Zudem müssten die Mitglieder des SV Schnappach im Vorfeld einige Genehmigungen einholen, die bislang ausblieben. Hilfe könne der Verein jedoch beim Rückschnitt der Dornenbüsche am Sportplatz erwarten. "Sieben bis acht Bälle gehen uns im Jahr durch die Hecke kaputt", argumentierte Huwig. Und auch beim Vorplatz zur Sportanlage soll es einen Ortstermin mit dem Bauamt geben, da dieser bei starkem Regenfall das Wasser nicht richtig ableite.

Im Anschluss wanderte die Gruppe aus etwa 20 Personen über den Zeltplatz der Pfadfinder zum Schnappacher Friedhof. Zwar gab es auf dem Zeltplatz den Einwand, dass laute Musik die Anlieger um den Schlaf bringen würde, doch einige Schnappacher widersprachen: "Wenn Jugendliche zwei, drei Mal im Jahr feiern wollen, muss man ihnen auch eine Gelegenheit dazu bieten."

Der Friedhof präsentierte sich als Kleinod der Stadt. Mitarbeiter hatten den Weg zum Kriegerdenkmal neu gepflastert und auch die Einsegnungshalle erhielt ein neues Schieferdach, um das Kreidefresko aus den 50er-Jahren im Innenraum vor dem Regen zu schützen. Mit etwas Wehmut stellte man jedoch fest, dass die Natursteinzuwegung zur Halle durch starken Moosbewuchs glatt und rutschig ist. So könnte bald auch hier Pflasterstein als Ersatz dienen.

Durch die schwierige Haushaltslage der Stadt würden sogenannte Grünanlagenpatenschaften immer wichtiger, betonte der Verwaltungschef auf seiner Tour. Hierbei übernehmen Bürger die Pflege von Abschnitten in ihrer Nachbarschaft. Die Stadt plant, bald eine Kampagne zum Thema zu starten. Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann sich an Thomas Eich, Chef des Sulzbacher Bauamtes, unter Tel. (06897) 508 460 wenden.