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| 22:08 Uhr

"Es wäre ein Schildbürgerstreich, auf die Zuschüsse zu verzichten"

Die Pestalozzischule in Neuweiler wird künftig von der staatlichen Sprachheilschule benötigt, sagt das Bildungsministerium. Foto: SZ
Die Pestalozzischule in Neuweiler wird künftig von der staatlichen Sprachheilschule benötigt, sagt das Bildungsministerium. Foto: SZ
Sulzbach. Die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht für die Zukunft zwei Grundschulen in der Stadt Sulzbach: die Mellinschule in Sulzbach-Mitte und die Waldschule in Altenwald. Allerdings gebe es an beiden einen erheblichen Investitionsbedarf. Die Stadt müsse als Schulträger für die zwei Standorte ein Entwicklungskonzept vorlegen

Sulzbach. Die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht für die Zukunft zwei Grundschulen in der Stadt Sulzbach: die Mellinschule in Sulzbach-Mitte und die Waldschule in Altenwald. Allerdings gebe es an beiden einen erheblichen Investitionsbedarf. Die Stadt müsse als Schulträger für die zwei Standorte ein Entwicklungskonzept vorlegen. Dies betonte die Ministerin bei einer Informationsveranstaltung der CDA-Sulzbach am Montagabend im Klosterkeller. Die Pestalozzischule in Neuweiler werde künftig von der staatlichen Sprachheilschule benötigt, sagte Kramp-Karrenbauer. Die Nachfrage nach dieser Schule werde weiter steigen. Denn: Es gebe in zunehmendem Maße Kinder mit Sprachdefiziten. Diese hätten oft medizinische Gründe. Allerdings würde auch in vielen Familien zu wenig mit den Kindern gesprochen. Die Schullandschaft in Sulzbach sei ein Spiegelbild der Situation im Land: "In Sulzbach können alle Schulabschlüsse gemacht werden, und es führen mehrere Wege zum Abitur." Zur Diskussion um Umbau und Modernisierung der Mellinschule sowie den Bau einer Turnhalle erklärte die Bildungsministerin: "Wenn das Gesamtkonzept des Umbaus verwirklicht wird, dürfen Schulklassen nicht ausgelagert werden." Dafür gebe es von ihrem Ministerium keine Zustimmung. Es müsse nach anderen Lösungen gesucht werden. Das Auslagern der Klassen in verschiedene andere Schulen in der Umgebung sei pädagogisch nicht sinnvoll und weder für die Kinder noch für die Lehrer vertretbar. Außerdem sei das Ganze auch logistisch nicht machbar. Der Neubau einer Turnhalle indes bringe der Schule auf jeden Fall nur Vorteile, betonte Kramp-Karrenbauer und sprach sich damit klar gegen den Vorschlag der Sulzbacher SPD aus, auf die Halle zu verzichten. Sie sagte: "Bei Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro und einem Zuschuss von 790 000 Euro des Innenministeriums wäre es ein Schildbürgerstreich, auf diesen Neubau und damit auf die Zuschüsse zu verzichten." Rund 200 000 Euro werden aus dem Konjunkturprogramm des Landes in die Sanierung der Waldschule gesteckt. Hier sagte Kramp-Karrenbauer zu, dass sie sich bei ihrem Kollegen Klaus Meiser dafür einsetzen werde, dass noch weitere Mittel aus dem Programm in die Altenwalder Schule fließen. Die Bildungsministerin, die vor der Diskussion im Klosterkeller die Waldschule in Altenwald besucht hatte, verteidigte die Grundschulstrukturreform der Landesregierung. Das durch Schul-Schließungen eingesparte Geld sei wieder in den Schulsektor investiert worden. So sei die Zahl der Wochenstunden von 98 auf 102 sowie die Zahl der Förderstunden aufgestockt worden. Jetzt gebe es in den Klassen eins und zwei täglich eine Förderstunde. Dass dies sinnvoll sei, hätten ihr Lehrerinnen der Waldschule bestätigt. ll