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IVV-Wanderung: „Es gibt ohnehin kein Zurück“

IVV-Wanderung : „Es gibt ohnehin kein Zurück“

Über 200 Menschen nutzten die neue Marathonstrecke bei der Hühnerfelder 32. IVV-Wanderung.

Da rauschen die Gehstöcke, und Schusters Rappen qualmen: Bei der 32. IVV-Wanderung des Wandervereins „Frei-weg“ Hühnerfeld säumen Teilnehmer am Samstag und Sonntag vom frühen Morgen bis in den Mittag hinein die Straßen von Sulzbach und Quierschied. Sogar bis nach Holz führt ein Weg, die Marathonstrecke. Einer, der die 42 Kilometer, die in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Plan stehen, am Samstag läuft, ist Elmar Meiser aus Uchtelfangen.

Das Mitglied der „Kilometerfresser Schmelz“ lässt sich auch nicht vom kurz einsetzenden Regen abschrecken. „Es gibt ohnehin kein Zurück“, kommentiert er seine Leistung trocken und fügt an, dass er auf Anraten seiner Frau auch zweimal den Regenschirm ausfuhr.

Besonders das Stück hinauf auf die Göttelborner Höhe habe sich als anspruchsvoll herausgestellt. „Ich bin aber kein regelmäßiger Marathoni“, sagt er. Nur ein- oder zweimal im Jahr laufe er die große Strecke. Dass ihm das an diesem Wochenende jedoch nicht reicht, beweist er dadurch, dass er am Sonntag gleich noch die Elf-Kilometer-Wanderung absolviert.

Mit 51 Startern belegt sein Heimatverein den zweiten Rang unter den teilnehmerstärksten Gruppen. Rang Eins schnappt sich der Wanderverein Dudweiler. Er ist mit 66 Wanderern angereist. Die Marschfreunde Ensheim nehmen mit 41 Mitgliedern teil, auf Rang vier platzieren sich die Wanderfreunde Niedtal-Siersburg. Mit immerhin 26 Ausflüglern sind die Wanderfreunde Kirn-Sulzbach dabei. Gemeinsam sitzt man im Anschluss im Zelt am Start- und Endpunkt an der Mellinschule und genießt das deftige Essen wie Linsensuppe oder Hacksteak.

„Viel Wald und schöner weicher Boden“, lobt Schriftführerin Marika Dick die Strecke. Auch wenn sie selbst „nur“ den mit sechs Kilometern kürzesten Weg ging. „Waldboden finde ich auch am besten“, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende, Rolf Schwabbacher. Er behält bei der Wanderung die Übersicht über die Gruppe und läuft am Ende, „damit keiner verloren geht“. Schon seit mehreren Jahren verbindet die Wanderfreunde und „Frei-weg“ eine gute Freundschaft, bei der man sich gegenseitig besucht. Denn schließlich könne man am Sulzbacher Bahnhof einsteigen, in Kirn ankommen und sei dann direkt im Clubheim.

Vollauf zufrieden zeigt sich Joachim Groß, der Vorsitzende von „Frei-weg“ Hühnerfeld. Am Samstag melden sich etwa 400 Wanderer an, am Sonntag kommen knapp 900 dazu. Das Verhältnis bei den „Marathonis“ ist genau umgekehrt – am Samstag gehen 171 Läufer mit, am Sonntag 42. Dazu fahren Teilnehmer beispielsweise aus Stuttgart, Köln, Luxemburg oder sogar Belgien an, erzählt Groß. Seines Wissens nach ist die Veranstaltung in Sulzbach an diesem Wochenende die einzige IVV-Wanderung. Viele Marathon-Läufer hätten die Gelegenheit deswegen zum Üben genutzt. „Die anderen laufen einfach ihr Ding“, so der Vorsitzende.

Am Kontrollpunkt Lauftreffhütte in Quierschied sorgten Helga und Bernd Grasmann für das leibliche Wohl. Foto: Iris Maria Maurer

Die Marathonstrecke führte von der Mellinschule über Göttelborn und den Quierschieder Friedhof am Lasbach vorbei Richtung Holz und Fischbach durchs Netzbachtal zurück zur Schule. Auf acht Kontrollstrecken kann man sich hier einen Stempel abholen, am Ende erhalten die „Marathonis“ eine Urkunde und einen Stoffaufnäher als Erinnerung. Der mit dem erstmaligen Angebot der langen Strecke verbundene Mehraufwand habe sich ausgezahlt. Drei Lebensmittelmärkte aus Sulzbach und Quierschied hätten zudem Obst und Müsliriegel gesponsert. „Das fand ich richtig klasse“, so der Vorsitzende.