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Einst Lazarett, heute Gesundheitszentrum

Einst Lazarett, heute Gesundheitszentrum

Sulzbach. Das Knappschaftskrankenhaus Sulzbach ist mit seinen 150 Jahren das älteste Klinikum im Saarland. Das Wohlbefinden der Patienten und die medizinische Betreuung haben bei der Knappschaft Tradition, wie der Geschäftsführer des Knappschaftsklinikums Saar, Dr. Andreas Ruffing, zum Festakt in der Sulzbacher Aula erklärte

Sulzbach. Das Knappschaftskrankenhaus Sulzbach ist mit seinen 150 Jahren das älteste Klinikum im Saarland. Das Wohlbefinden der Patienten und die medizinische Betreuung haben bei der Knappschaft Tradition, wie der Geschäftsführer des Knappschaftsklinikums Saar, Dr. Andreas Ruffing, zum Festakt in der Sulzbacher Aula erklärte. Im Juni fusionierte das Sulzbacher Krankenhaus mit der Knappschaftsklinik Püttlingen unter dem Dach des Knappschaftsklinikums Saar.Aus dem ehemaligen Zentrallazarett von 1862 mit 80 Betten wurde ein modernes Gesundheitszentrum, das heute über rund 300 Betten verfügt. In den acht Fachabteilungen werden im Jahr rund 12 500 Patienten stationär und 66 000 ambulant behandelt. Das Krankenhaus beschäftigt 620 Mitarbeiter. "Die Eröffnung des damaligen Lazaretts war geprägt von einer Zeit medizinischer Entdeckungen", erklärte Ruffing. So bekam das Knappschaftslazarett das erste Röntgengerät nur zwei Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 durch Conrad Röntgen. Delf Slotta, Direktor des Instituts für Landeskunde, sprach augenzwinkernd über die "Rahmenbedingungen der guten alten Zeit, die für das Gesundheitswesen gar nicht gut war". Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU) lobte: "Die Geschichte der Knappschaft ist eine Geschichte eines gelungenen Strukturwandels."

Der Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Georg Greve, bezog in seiner Festrede Stellung zu Reformen in der Gesundheitspolitik: "Wir brauchen keine akademischen ordnungspolitischen Debatten, sondern praxisnahe und patientenorientierte Lösungen, die dem Gesundheitssystem und den Menschen darin helfen." Die ehemalige Krankenkasse des Bergbaus habe trotz eines Zuwachses von 900 000 Versicherten in den vergangenen zehn Jahren durch einen hohen Altersdurchschnitt eine ungünstigere Versichertenstruktur als Krankenkassen mit durchschnittlich jüngeren Versicherten. Greve kritisierte das Vorhaben mehrerer Kassen, Überschüsse an die Patienten auszuzahlen. Ein Angebot, bei dem Kassen mit vielen älteren Versicherten nicht mithalten können. "Dagegen werden wir klagen", kündigte Greve an. Hintergrund ist, dass das Bundesversicherungsamt ursprünglich eine Reform des Finanzausgleichs zwischen den Kassen plante. Kassen mit vielen alten Patienten sollten zusätzliche Mittel erhalten, Kassen mit jungen und gesunden Versicherte hätten weniger bekommen. Die Reform liegt auf Eis. hth

Foto: Theobald