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Eine wilde Müllkippe neben der Klinik

Eine wilde Müllkippe neben der Klinik

Der Eingang zum Kleider-Eck in der Sulzbacher Bahnhofstraße wird immer häufiger zweckentfremdet.

Eine wichtige Anlaufstelle für Hilfesuchende und Spendenwillige ist das Kleider-Eck in der Bahnhofstraße - direkt an der Kreuzung mit der Lazarettstraße. Wer hier seine Kleiderspende abgeben möchte, sollte die Öffnungszeiten beachten. Außerhalb dieser Termine ist es in der Vergangenheit aber immer wieder vorgekommen, dass Spendewillige ihre Altkleider einfach vor die Tür zum ehemaligen Kirner-Eck legten. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern zieht Nachahmungstäter geradezu magisch an. Das weiß auch Bernd Schlachter, der in der unmittelbaren Umgebung wohnt. Der Vorsitzende der Fraktion der Freien Wähler im Sulzbacher Stadtrat musste allerdings in der jüngsten Sitzung des Gremiums noch Schlimmeres berichten. Denn mittlerweile entsorgten dort Menschen ungeniert ihren Sperr- oder Hausmüll. Und das belegte der Kommunalpolitiker mit Hilfe von Fotos, die er vor der Sitzung an die Verwaltung und die Fraktionen geschickt hatte, wie er am Freitag der SZ auf Anfrage bestätigte. In der Sitzung ergänzte Schlachter, dass er schon wiederholt von Patienten oder Besuchern der nahen Knappschaftsklinik auf das Übel angesprochen worden sei.

Seine Ausführungen im Rat beendete der Freie Wähler mit dem Hinweis, dass man den kleinen Vorraum vor der Türe ins Kleider-Eck einfach mit einem abnehmbaren Brett (oder Ähnlichem) so versperren könnte, dass Müll hier nicht abgestellt werden könnte oder (bei geringer Höhe des Brettes) die Kleider einfach dahinter geworfen werden könnten und so zumindest nicht von Passanten gesehen würden.

Eine wilde Müllkippe neben der Klinik

Nach den Worten von Bürgermeister Michael Adam ist das Problem der Verwaltung bekannt. Er verwies hier auf einen Vertrag mit dem Hausbesitzer, der sich darin verpflichtet habe, im Umfeld des Gebäudes nach dem Rechten zu sehen. Das halte er auch ein, so Adam weiter. Des Weiteren mache ein Mitarbeiter der Stadt auf und von dem Weg zur Arbeit eine Runde "um den Block" und sammele notfalls den Müll auf und werfe ihn in die Tonne. Eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung sei natürlich nicht möglich. Alle Fraktionen und die Verwaltung waren sich einig, dass man sehr schnell hier für dauerhafte Abhilfe sorgen will. Schlachters Vorschlag sei hier nicht nur begrüßens-, sondern auch überdenkenswert, zumal er nur mit geringen Kosten verbunden sei.