Eine sportliche Geburtstagsfeier

Die zahlreichen Bewegungsangebote und der große Zusammenhalt der einzelnen Abteilungen und Sparten machen den Dudweiler Verein für Jung und Alt nach wie vor attraktiv. Judoka gelten als Aushängeschild.

 Anja Wagner (links) und Minou Molzahn zeigen im Hintergrund ihr Judo-Können. Vorne sitzt die jüngste Kämpferin Monika Biblya mit Maskottchen Fips.
Anja Wagner (links) und Minou Molzahn zeigen im Hintergrund ihr Judo-Können. Vorne sitzt die jüngste Kämpferin Monika Biblya mit Maskottchen Fips.

Im großen Festzelt gab es Vorführungen, Musik und Ehrungen. Auf dem Platz wurde Feldhandball gespielt, die Flying Bananas zeigten eine waghalsige Trampolin-Show.

Ihre beste Zeit hat die Arena aber schon lange hinter sich. Hier spielte früher der ASC Dudweiler gegen den 1. FC Saarbrücken . Ende der 1950er Jahre tauschten dann der ASC und der Allgemeine Turnverein Dudweiler (ATVD) die Stadien. Der ASC ging hoch zum Kitten. Die Turner kamen runter in den Alten Stadtweg in der Stadtmitte. Aus der Hansa-Kampfbahn wurde das Jahnstadion.

Der Zahn der Zeit hat an der Anlage genagt. Laufbahn und Spielfläche sind mit Gras übersäht. Aber das störte am vorigen Freitag und Samstag niemanden der vielen Sportler und Gäste, die kamen, um mit dem Turnverein zwei Geburtstage zu feiern. An beiden Tagen war das große Festzelt immer voll. Mittendrin war auch Hans Hoffmann. Er ist seit über 30 Jahren im Verein. Der 77-jährige frühere Schulleiter fing mit Faustball und Volleyball an. Seit drei Jahren spielt er mit großer Begeisterung Fußballtennis. "Jeder sollte sich sportlich betätigen", meinte der 77-Jährige. Denn Sport verlangsame den Alterungsprozess.

Im Mittelpunkt des Festes stand die 60-Jahr-Feier der Judoabteilung. Der Hauptverein feierte sein 130-jähriges Bestehen. "Mit ihren zahlreichen Erfolgen auf Landes- und Bundesebene sind die Judoka ein Aushängeschild unseres Vereins", erklärte Helmut Blauth. Seit 1977 ist er im Verein und gehört seither als Vize-Präsident dem Vorstand an. Es sind die zahlreichen Bewegungsangebote, insgesamt 22, sowie der große Zusammenhalt der einzelnen Abteilungen und Sparten, was den Verein für Jung und Alt so attraktiv macht, so Blauth.

Der ATVD ist mit rund 850 Mitgliedern der zweitgrößte Verein im Stadtbezirk. Alleine 230 Kinder bis 14 Jahren gehen hier ihrem Hobby nach. In dem großen Festzelt gaben am Samstag die Judoka Einblick in ihre Trainingsarbeit. Krachend landeten da Mädchen und Jungs auf den Matten. Das beeindruckte auch die Schirmherrin der Jubiläumsfeierlichkeiten, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz . "Solche Selbstverteidigungstechniken könnte ich auch gut gebrauchen", meinte sie schmunzelnd. Britz sieht den Turnverein sehr gut aufgestellt. Obwohl der Verein seinen Schwerpunkt im Breitensport habe, verzeichneten vor allem die Judoka beachtliche Erfolge, freute sich die Oberbürgermeisterin. Ein Kompliment zollte sie dem ATVD für seine gute Jugendarbeit. Nach Angaben von Karl Heinz Lermen, er steht seit 2010 an der Spitze des Vereins, soll darauf auch in Zukunft ein Hauptaugenmerk liegen. So beteiligt sich der ATVD schon seit zehn Jahren an dem Projekt "Kids in Bewegung". An drei Kindertagesstätten in Dudweiler arbeiten Übungsleiter des Vereins. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Kita hinzukommen.

Zur Eröffnung der Festtage im Jahnstadion waren auch Gesundheitsminister Andreas Storm und der Präsident des Landesportverbandes, Gerd Meyer, gekommen. Beide zeichneten die erste Frauen- und Herrenmannschaft der Handball-Spielgemeinschaft Dudweiler-Fischbach aus. Die Frauen belegten Platz zwei in der Saarlandliga. Die Herren schafften den Wiederaufstieg in die Saarlandliga.