1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Sulzbach

Teilnehmerrekord: Eine junge Frau freut sich besonders

Teilnehmerrekord : Eine junge Frau freut sich besonders

Mit über 170 Startern erzielt der Ruhbachtallauf neuen Teilnehmerrekord. Der Erlös ist für Krebskranke aus Neuweiler.

Sonntagmorgen Viertel vor Zehn herrschte auf dem Sportgelände des SV Schnappach reges Treiben. Aufregung liegt in der Luft. Am Anmelde-Pavillon für den Ruhbachtallauf bildet sich eine Menschentraube. Die Menschen davor tragen farbenfrohe Sporttrikots. Darauf stehen Namen wie „Phoenix Dudweiler“, „Hartfüssler Trail Quierschied“, „Zahnradflitzer Saarbrücken“, „Fribi Runners“ oder „Dicke Wade Ruhbachtal“. Zum 15. Mal in Folge veranstaltete der SV mit seinen Initiatoren Michael Henrichs und Hans-Werner Jäkel dieses ganz besondere Spektakel unterstützt von der Firma „Meisterchip“, die wieder mit Hilfe von Funk-Chips kostenlos die Runden der einzelnen Teilnehmer zählte. Die Wetterbedingungen waren sehr gut. Wie in den Jahren zuvor hieß es wieder „Laufen für einen guten Zweck“, denn der Erlös der Laufaktivitäten wird immer karitativen Zwecken zugeführt. „In diesem Jahr werden die Einnahmen der Veranstaltung an Mira Wachall gespendet werden, die an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist, um sie finanziell zu unterstützen“, kündigten die Organisatoren an. Die 23-Jährige ist ebenfalls vor Ort und verfolgt das Spektakel. „Eigentlich stehe ich nicht so gern im Mittelpunkt“ sagt sie. „Aber ich bin froh und so dankbar, dass ich so tolle Unterstützung habe.“ Die junge Frau aus Neuweiler musste nach der Diagnose im Januar ihre Ausbildung zur Altenpflegerin im Seniorenheim St. Anna unterbrechen. „Ich habe nach der Entfernung der Tumore nun die sechste Chemo-Phase hinter mich gebracht, und es sieht gut aus, dass die Medikamente Wirkung zeigen“, berichtet sie hoffnungsvoll. „Die Läuferinnen und Läufer gehen heute nur für dich an den Start. Wir wünschen dir viel Kraft, dass du deinen Kampf gewinnst“, sagte Hans-Werner Jäkel bei der Begrüßung. Punkt 10 Uhr fällt der Startschuss für den Bambinilauf, den die Kinder auf dem Rasenplatz des SV Schnappach machen dürfen. 18 Kids machen mit großer Begeisterung mit. Die jüngste Läuferin ist dabei Isabella Vitello aus Schnappach. Mit gerade einmal 18 Monaten flitzt sie begleitet und angefeuert von Papa Luigi über die Wiese. Der 8-jährige Tim mit der Startnummer 4 kommt als Erster durchs Ziel. „Ich trainiere zweimal pro Woche“, erzählt er stolz. Die kleinen Flitzer werden für ihr sportliches Engagement mit einer Medaille belohnt.

Um 10 nach 10 startete der Hauptlauf mit seinen Runden durch den Wald. Beim Startschuss liefen viele Dutzend Läufer durch den Start-Punkt, ein tolles Spektakel. Der Teilnehmerrekord der Vorjahre wurde mit über 170 Läufern sogar noch deutlich übertroffen. Auch Wanderer, Nordic Walker und Hundesportfreunde waren mit zwei- und vierbeinigen Teilnehmern mit von der Partie. Schon Tage vorher hatten die Organisatoren zusammen mit Revierförster Nils Lesch die drei Kilometer lange Rundstrecke durch das Ruhbachtal ausgeschildert und gesichert. „Wir haben Rillen und Furchen mit 1,5 Kubikmeter Schotter aufgefüllt, damit niemand fällt und sich verletzt. Auch wenn es nicht auf die Zeit ankommt, so haben viele Teilnehmer dennoch sportliche Ziele. Einige nutzten das Event sogar für Marathonvorbereitungen“, erzählt Michael Henrichs. „Eine Startgebühr wird nicht erhoben. Die Spendensumme wird durch Sponsoren und Unterstützer sowie beim Verkauf von Erinnerungs-T-Shirts gegen Spende zusammengetragen“, erklärt er. Viele Läufer haben auch gesammelt und geben ihre Spenden den Veranstaltungsleitern ab. Die Läufer schafften es, das anvisierte Ziel von 1000 Kilometern weit zu übertreffen. „Über 600 Runden, genau genommen 1830 Kilometer wurden erlaufen.

Die stärkste Läuferin stellten mit Anja Schranz die „Grojos Elversberg“ mit insgesamt 11 Runden“, berichtete Hans-Werner Jäkel stolz. „Wir danken dem SV, dass wir ihre tolle Anlage wieder für unseren Ruhbachtallauf nutzen durften und allen Unterstützern, Spendern und Helfern, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich wäre.“

Die genaue Höhe der Spendensumme wird dann später bekanntgegeben.