Ein witziges Musical vom Umbau

Als Klempner, Monteure und Elektriker verkleidet erklärten die Mädchen und Jungen der Kita St. Hildegard den Gästen, was sich durch den Umbau in ihrer Einrichtung in den vergangenen Monaten alles verändert hat.

Die Einweihung nach vollendetem Umbau feierte die Kita St. Hildegard Sulzbach-Neuweiler am Sonntagnachmittag. Wie die etwa zwei Jahre dauernden Arbeiten vonstatten gingen, zeigten die Kinder in einem eigens einstudierten "Baustellen-Musical".

Da traten die Kleinen als Klempner, Monteure und Elektriker auf - stilecht mit Plastik-Werkzeug ausgestattet. Begleitet von Tanz und Gesang zeigten sie den Fortgang der Arbeiten anhand eines selbst gebastelten Papp-Hauses, dem sie nach und nach Ziegel, Fenster und einiges mehr zufügten. Das war so putzig anzuschauen, dass selbst Kita-Leiterin Ingrid Walter bei ihrer Moderation lachen musste.

Alle anfallenden Arbeiten an der Kita selbst mussten wegen nicht vorhandener Ausweichmöglichkeiten bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Zusätzliche Herausforderung: Das Gebäude stand immer nur geschossweise zur Verfügung. Somit wurde mancher Mangel erst während des Umbaus ersichtlich. Für die Ausdauer dankte Ingrid Walter ganz herzlich ihren Mitarbeiterinnen, aber auch den Eltern, dem Förderverein und der Stadt.

Bürgermeister Michael Adam lobte das vollendete Bauwerk: "Es handelt sich um eine der modernsten Kitas, die wir in Sulzbach haben". Gemeindereferent Patrik Theis freute sich ebenfalls über die Fertigstellung: "Es ist auf jeden Fall eine Aufwertung für Neuweiler ". Thomas Schmitz, pädagogischer und theologischer Geschäftsführer der Kita gGmbH Saarland, erinnerte sich daran, als er vor einigen Jahren auf der Suche nach einer Kita für seinen Sohn war und "damals durch die alte, klapprige Haustür" gegangen sei. Nun habe man "ein wunderschönes Kinderhaus auf drei Etagen".

80 Kinder im Alter von acht Wochen bis zu sechs Jahre werden in der katholischen Kita betreut. Die Räume sind in Bildungsinseln eingeteilt, die die Kleinen jeweils nach Absprache nutzen können. "So steht den Kindern unsere gesamte Einrichtung als Spielbereich zur Verfügung", so Ingrid Walter.

In einer Bauecke besteht die Möglichkeit, mit verschiedenen Materialien zu planen, zu bauen und zu konstruieren. Im Atelier wird schöpferisch und kreativ geknetet, geklebt, gestrickt und vieles mehr. In der großen und hellen Turnhalle erlernen die Kleinen Bewegungsfähigkeit, Motorik und Gleichgewicht. Im neuen Bistro werden Frühstück, Mittagessen und Nachmittagsimbiss nicht nur angeboten, sondern teilweise auch selbst zubereitet.

Die drei Krippenräume bieten verschiedene Höhen, Deckenschaukel, Rollenspielbereich, Maltisch und anderes mehr. Direkt daneben befinden sich die Schlafräume für die Krippenkinder. Selbst der Flur wird genutzt, etwa für Gesellschaftsspiele oder Puzzles.

Nach den Begrüßungsreden und dem Baustellen-Musical klang der Nachmittag bei Führungen und selbst gebackenem Kuchen bei gemütlichen Gesprächen aus.