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„Drops“ begeistern mit Gesang wie die Comedian Harmonists

Sulzbach. Kerstin Krämer

Die Sulzbacher Meisterkonzerte gibt es nun schon im zwölften Jahr. Zu den Gästen der ersten Stunde zählt "Drops", ein A-cappella-Quartett in der Tradition der Comedian Harmonists. Am Freitag gastierte die bereits Anfang der 80-er Jahre gegründete Boygroup erneut im Rahmen der Reihe und nahm das Publikum in der Sulzbacher Aula mit auf eine schwungvolle Zeitreise. Das Repertoire reichte von französischen Renaissancenoten über Unterhaltungs-Raritäten bis zu einschlägigen Klassikern wie "Veronika, der Lenz ist da". Hier ein charmantes Lächeln, da ein kecker Hüpfer, dort eine verheißungsvoll gezückte Augenbraue: "Drops" gefielen mit makellosem mehrstimmigem Gesang , nonchalantem Auftreten sowie launiger Moderation und begeisterten auch mit scherzhafter Instrumentierung, so einer rein fiktiven singenden Säge.

Einer der komischen Höhepunkte waren literarische wie musikalische Stilübungen zu "Lili Marleen": Der Weltkriegs-Schlager wurde nach Art von Goethe, Heine und Busch umgedichtet, während Pianist Stanislav Boianov ihn mal mozärtlich, mal als Bach'sche Kunst der Fuge oder Straußwalzer servierte. Dafür gab's Riesenapplaus. Ehrensache, dass als Zugabe der kleine grüne Kaktus stach.