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Direkte Begegnung mit einem Autor

Sulzbach. Kinder- und Jugendbuchautor Jörg Isermeyer las in der Stadtbibliothek Sulzbach vor Schülern der Gemeinschaftsschule. Für viele war das der erste persönliche Kontakt mit einem Schriftsteller. red

Für die Schüler der Klassen 5c und 6a der Gemeinschaftsschule Sulzbach und ihre Deutschlehrerinnen Pamela Klotti-Franz und Nathalie Becker stand ein ganz besonderes Ereignis auf dem Stundenplan: Sie besuchten eine Lesung des Schauspielers, Regisseurs, Theaterpädagogen, Musikers und eben auch Kinder- und Jugendbuchautors Jörg Isermeyer, die im Rahmen der Leseförderung des Friedrich-Bödecker-Kreises gehalten wurde. Für die meisten der Schülerinnen und Schüler war das die erste Begegnung mit einem Autor, heißt es aus Teilnehmerkreisen.

Nach einem kurzen Fußmarsch von der Schule zur Stadtbibliothek nahmen die gespannten Schüler und die begleitenden Lehrerinnen im Lesesaal der Stadtbücherei Platz und bekamen noch eine kurze Einführung von Bibliotheksleiter Martin Degen. Danach betrat der Autor den Raum, setzte sich locker auf den Tisch, trat spontan und witzig mit den Schülern in Interaktion und begann ohne große Umschweife, aus seinem Buch "Alles andere als normal" vorzulesen. Isermeyers wird als lebendig, authentisch und mitreißend beschrieben. Nicht selten schallte lautes Schülerlachen durch den Lesesaal. Die Geschichte des 12-jährigen Lukas und seiner "nicht ganz normalen" Freundin Jule begeisterte und belustigte die jungen Zuhörer. Die Thematik der Kinderarmut und die damit verbundenen Probleme regten zum Reflektieren an.

Im Anschluss an die Lesung beantwortete der Autor geduldig alle Fragen der Schüler , egal ob sie sehr detailliert nach seinem Schaffen als Autor, dem Verlag, dem Leben als Straßenmusiker oder nach seinem Privatleben fragten. Die Schüler erhielten dabei auch eine Vorstellung, was es heißt, Schriftsteller und freischaffender Künstler zu sein, wie die Schule abschließend mitteilt.