Diesmal blieb die Feier ungestört

Diesmal blieb die Feier ungestört

Altenwalder Dorffest wurde am vergangenen Wochenende von der Sonne verwöhnt. Alle Aktiven waren folglich guter Dinge.

Drehen, tschip, tschip, tschip, drehen, schütteln, schütteln, schütteln: Mit ganzem Körpereinsatz lockte Veronica Wirth am Samstag den Altenwalder Nachwuchs auf die Bühne, erklärte den jungen Besuchern kurz, wie man nun tanzt - und legte los. Ein Mädchen schnappte sie sich und wirbelte es zu "Shake it off" von Taylor Swift herum. Bei einem Lied aus der Hörspielreihe "Bibi und Tina" gab sie ihren Kurzzeit-Schülern sogar noch erklärend einen Tipp fürs Leben mit auf den Weg: "In dem Lied geht es darum, dass niemand perfekt ist." Diese mitreißende Art der Kinderanimation war einer der Programmpunkte beim Altenwalder Dorffest, das am Wochenende bei größtenteils perfektem Wetter über die Bühne ging. "Gestern hatten wir volles Haus", erzählte Dieter Mantz, Vorsitzender der ausrichtenden Dorfinteressengemeinschaft (DIG) über den Eröffnungstag am Freitagabend, an dem DJ Ballermann für Stimmung sorgte. In einer gewissen Weise war das diesjährige Fest die Neuauflage vom vergangenen Jahr. Da musste die Feier wegen des Starkregens und dessen Folgen ausfallen.

Nun zog es also die Feierwütigen ans Stadtteilzentrum, wo sich wieder einige Vereine am Dorffest beteiligten. Der Turnverein sorgte für Kaffee und Kuchen, der Kaninchenzuchtverein hatte einen Streichelzoo parat, am Getränkestand wechselten sich neben diesen unter anderem noch die Mitglieder der IGBCE und des SV Eintracht ab. Die DIG-Frauen bereiteten am Sonntag eine Delfter Pfanne zum Mittagessen zu, der FKC bediente am Grillstand. Den Weinstand betrieb die örtliche SPD und schenkte "nicht nur Rotwein aus", wie Mantz lachend sagte. Musikalisch sorgten die "Bach-Spatzen" und die "Pänz-Sänger" für Stimmung. Eine Modenschau von "Maddin's trendy Trachtenmode" rundete das Programm ab.

Traditionell stellten auch die Mitglieder des Arbeitskreises (AK) Altenwalder Dorfgeschichte wieder ihre Tätigkeit vor. Dank zahlreicher Bilder erhielt man einen Einblick in die Geschichte des Sulzbacher Stadtteils.

So erzählten Werner Klee und Peter Bickelmann Geschichten vom "Umberlui", der nicht mit dem "Perdslui" zu verwechseln sei. Oder sie erzählten von der "Brezelbiene", die am Markt Brezeln verkaufte und von den Schülern geärgert wurde, die immer so machten, als würden sie sich eine Brezel klauen. Der Lohn dafür: Sie jagte den Jungs mit ihrem Stock hinterher.

Zum nächsten Erzählcafé am Dienstag, 20. Juni, suchen die AK-Mitglieder noch Zeitzeugen, die im Sulzbacher Salzbrunnenhaus noch die eine oder andere Anekdote zum Thema "Kirchen von Sulzbach" zu erzählen wissen.

Die "Brezelbiene" habe übrigens in dem Haus rechts neben dem Salzbrunnenhaus gewohnt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung