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Diese Suppe kommt sehr gut an

Bei der Suppenausgabe (von links): die Feuerwehrleute Christoph Six, Lisa Therre, Torsten Grün und Karl-Heinz Müller. Foto: Iris Maurer
Bei der Suppenausgabe (von links): die Feuerwehrleute Christoph Six, Lisa Therre, Torsten Grün und Karl-Heinz Müller. Foto: Iris Maurer FOTO: Iris Maurer
Altenwald. Der Suppentag der Altenwalder Wehr erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Während der Veranstaltung ist die Einsatzbereitschaft der Wehr im Notfall dennoch voll gewährleistet. Jörg Martin

Im Altenwalder Feuerwehrgerätehaus ist es nicht gerade leise an diesem Samstagnachmittag. Im hinteren Teil des Gebäudes in der Straße Eisenbahnschachtanlage 14 sind etliche gut gelaunte Stimmen zu hören. Hinzu kommen typische Geschirrgeräusche. Je näher man dem Raum kommt, umso stärker wird gleichzeitig der angenehme Geruch von Suppe.

In der Tat: Der Löschbezirk III der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbach veranstaltet wieder seinen Suppentag. An Tischen sitzen etliche Leute. Was sie nicht mehr vor sich haben, ist die Erbsensuppe mit Mettwurst und Brötchen, die die Männer und weitere Helfer des Löschbezirks ausgegeben haben. "Wir haben um 12 Uhr begonnen. Bereits nach gut einer halben Stunde, merkten wir, dass alles schnell ausverkauft sein wird", zog Löschbezirksführer Christoph Six Bilanz.

So seien die meisten Leute denn auch schon bei Ende der geplanten Essensausgabe gegen 13.30 Uhr längst beim gemütlichen Beisammensein angelangt und hätten dabei auch Kaffee und Kuchen größtenteils bereits hinter sich gehabt. Die 270 Portionen Suppe, 50 Mal mehr als im vergangenen November, waren da längst weg. Manche Leute wären gar schon um 11.30 Uhr mit Vorbestellung erschienen und hätten um Punkt 12 die Suppe zum Preis von 3,50 Euro von Feuerwehrkoch Karl-Heinz Müller zu sich genommen. Getreu dem saarländischen Motto "Um 12 gebbd gess".

Ein Beleg dafür, dass die gut 20 Wehrleute, die Altenwalder Feuerwehr umfasst rund 45 Personen, mit ihrem Konzept seit rund zehn Jahren auf dem richtigen Weg sind. "Wir machen das immer zweimal im Jahr. Im März und im November", erklärt Oberbrandmeister Six das Konzept. Auch dieses Mal habe man mit einem Fahrzeug 80 Portionen Erbsensuppe ausgefahren. Auch hier gab es ein Plus zum vorigen Herbst von 30 Portionen. Das Ausfahren sei in den letzten Jahren mehr geworden. Zumal für den Transport keine Kosten berechnet werden. Wie Christoph Six betont, sei es aber nicht mit einer professionellen Einrichtung wie etwa einem fahrbaren Mittagstisch zu vergleichen. Die Floriansjünger liefern nicht nur in alle Sulzbacher Stadtteile, sondern auch nach Friedrichsthal und nach Fischbach. Dabei komme man sich nicht mit anderen Löschbezirken ins Gehege, die ebenfalls Suppentage veranstalten. So hätten etwa die Kameraden in Neuweiler ein ähnliches Konzept, führten ihre Aktion jedoch im September aus.

Über die Jahre habe sich eine gewisse Stammkundschaft gefunden. Diese ist gemischt, so Six im Gespräch mit der SZ. Vom 20-jährigen Sulzbacher bis zum Rentner aus Fischbach sei so ziemlich alles vertreten. Koch Müller muss bei der großen Menge bereits morgens um 7 Uhr mit seiner Arbeit beginnen. Für den Feuerwehrmann, der bereits seit 42 Jahren dabei ist, sei das Routine. Organisatorisch setze man auf Anmeldungen, die bereits einen Monat vorher per Telefon (Anrufbeantworter), E-Mail und im Gerätehaus gemacht werden können.

Was aber, wenn ein Einsatz kommt, während die Aktion läuft? Dafür sei man durch Angehörige und Freiwillige gut personalisiert. Der Einsatz gehe selbstverständlich vor und werde auch gewährleistet, während die Aktion im Gerätehaus weitergehen könne, versichert Christoph Six.