Sommertour Die Innenstadt steht zu Beginn im Fokus

Sulzbach · Bei der 1. Etappe der Sommertour des Verwaltungschefs stehen die Arbeiten vor dem Rathaus im Mittelpunkt des Interesses.

 Ein Thema der 1. Etappe war auch die Renaturierung des Sulzbachs, hier im Salinenpark.

Ein Thema der 1. Etappe war auch die Renaturierung des Sulzbachs, hier im Salinenpark.

Foto: Iris Maria Maurer

„Was kann man gestalterisch tun?“, stellte Steffen Banuat nochmal den Anfang der Überlegungen dar. Der Leiter des Amtes für Bauen und Umwelt der Stadt Sulzbach führte mit Bürgermeister Michael Adam am vorigen Dienstagnachmittag eine Begehung durch die Baustelle in der Sulzbachtalstraße durch. Diese war als Bürgerinformation innerhalb der „Sommertour“ des Verwaltungschefs durch die einzelnen Stadtteile gedacht. Fast 20 Bürger hatten sich dazu eingefunden.

Gas, Wasser, Strom – praktisch alles werde unter der Erde neu verlegt. Zudem bekomme die Hauptstraße noch neue LED-Beleuchtung und der Bürgersteig einen neuen Belag.

Wie dieser aussieht, kann man sich vom Kiosk Kellenberger bis zu Elektro Reiber bereits anschauen – dort wurden die Steine schon eingefügt. Um auch den ÖPNV aufzuwerten, werden am Berufsbildungszentrum neue Haltestellen angelegt. Ob denn deswegen andere Haltestellen weichen müssten, erkundigte sich die Sulzbacherin Liesel Schneider. Dies sei derzeit nicht geplant, erklärte Banuat. Lediglich die am Schnappacher Weg werde etwa 250 Meter nach hinten verlegt.

Ein größerer Eingriff in die Verkehrsführung wird die Errichtung der Mittelinsel sein, deren Ausmaße derzeit bereits gut sichtbar sind.„Die Fahrbahn wird optisch kleiner wirken“, erläuterte der Bauamtsleiter die Maßnahme. Das sei unter anderem deswegen so, um die Unfallgefahr kleiner zu halten. Dabei erinnerte er kurz an den tödlichen Unfall eines Verwaltungsmitarbeiters vor nicht allzu langer Zeit.

Die Gehsteige am Cap-Markt und an der Bäckerei Ziegler werden verbreitert und erhalten eine Lieferzone. Am Ende der Insel, die natürlich das Queren für Fußgänger auch erleichtern sollt, entsteht eine Ampel, etwa in Höhe der Berufsschule. Die Insel sei leider nicht komplett ebenerdig, weil dies Vorgaben seitens des Landesbetriebes für Straßenbau nicht zugelassen hätten. Der Unterschied zur Fahrbahndecke beträgt etwa zehn Zentimeter. „Das Optimum an städtischer Vorstellung wird leider nicht erreicht“, gab Banuat zu.

Nach dem Ankauf der zwei flachen Gebäude neben der Bäckerei Ziegler seitens der Stadt werden diese vermutlich Ende des Jahres abgerissen, um eine Sichtachse zum Salzbrunnen-Ensemble zu ermöglichen. Hier sollen eine Treppe und eine Terrasse entstehen. Letztere wird vermutlich von der Bäckerei mit einer Außenbestuhlung betrieben.

Die Terrasse wird zudem überdacht sein und mutmaßlich mit einer begrüßenden Figur verziert. Ob der Weg zum Ensemble denn barrierefrei sei, wollte Bürgerin Christel Meng-König wissen. Dies verneinte Banuat mit dem Hinweis auf die örtlichen Gegebenheiten – der Höhenunterschied von etwa vier Metern würde eine rollstuhlgerechte Rampe schlicht zu lang werden lassen. Gehbehinderte müssten weiterhin den Weg um die Volksbank herum nehmen.

„Wir buddeln zwar im Moment an vielen Stellen“, warf Bürgermeister Adam ein, „doch das ist auch notwendig“. Er bat Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die derzeitige Situation. Doch durch diese Maßnahme — verbunden mit dem Abriss der Flachgebäude und der damit einhergehenden Beseitigung von Leerständen, der Renovierung am und um den Bahnhof herum sowie der bereits umgesetzten Aufwertung der Vopeliusstraße – erhalte Sulzbach eine dringend notwendige Aufwertung.

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