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Am Sonntag in der Aula
Die geglückte Wiederauflage macht Mut

Besser als das Wetter vermuten ließ war gestern der Besuch in und vor der Aula.
Besser als das Wetter vermuten ließ war gestern der Besuch in und vor der Aula. FOTO: Thomas Seeber
Sulzbach. 20 Unternehmen haben sich, ihre Angebote und Dienstleistungen gestern bei der Gewerbeschau präsentiert. Von Patric Cordier

Der Regen trommelte auf die Ausstellungsfahrzeuge vor der Sulzbacher Aula. Die äußeren Bedingungen ließen Befürchtungen aufkommen, die erste Sulzbacher Gewerbeschau seit über zehn Jahren könne zu einem Schlag ins Wasser werden. Doch weit gefehlt. Schon bei der Eröffnung am Sonntagvormittag hatten zahlreiche Interessierte den Weg in die Veranstaltungsstätte gefunden.


„Der Erfolg ist doch schon, dass diese Ausstellung überhaupt stattfindet“, freute sich der neue ehrenamtliche Sulzbacher Stadtmanager Stefan Wacket über die Resonanz bei Besuchern und Gewerbetreibenden: „Es ist toll, wie hier alle an einem Strang ziehen. Schon beim Aufbau hat jeder jedem geholfen, es gab keine Probleme oder Gerangel um die Plätze.“

20 Unternehmen haben sich, ihre Angebote und Dienstleistungen gestern in der Aula präsentiert. Ein bunter Branchenmix von A wie Autohandel bis V wie Versicherung war auf den zwei Etagen und eben auf der Fläche vor dem Eingang vertreten. „Die Idee zu dieser Gewerbeschau ist vier Wochen alt, wir haben es in nur zwei Wochen geschafft, das Ganze zu organisieren“, erzählte Organisator Björn Wacket von neuen Stadtmarketing Sulzbach (SMS), „wir haben in der Vorbereitung öfter bis in die Abendstunden gearbeitet. Aber alle ziehen mit, geben Vollgas“.

Kaum drei Monate sind seit der Gründung des SMS vergangen (wir berichteten), die „Jour fixe“ genannten Treffen an jedem ersten Montag im Monat im Sulzbacher Carée werden immer besser angenommen. „Beim ersten Mal hatten wir sechs, beim letzten schon rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, berichtete Stefan Wacket, der als Unternehmer im „Unruhestand“ in seiner neuen Aufgabe das „Ohr für die Gewerbetreibenden“ sein will und das Gehörte dann an die Verwaltung weitergeben möchte. Dazu hat man eigens eine Sprechstunde eingerichtet: „Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr bin ich im Rathaus zu erreichen, ansonsten per Mobiltelefon oder Mail.“ Der Stadtmanager arbeitet derzeit an der Aktualisierung der Liste aller Gewerbetreibenden der Stadt.

Damit kann man dann künftig vielleicht auch deutlich mehr Aussteller für die Gewerbeschau begeistern. „Es ist klar, dass dieses Format für einige Großunternehmen keinen Sinn macht“, sagte Björn Wacket, „aber es geht uns vor allem darum, dass die Sulzbacher Bürgerinnen und Bürger einmal sehen, was es in Sulzbach alles gibt. Und dass sie für viele Dinge eben nicht nach Saarbrücken oder Neunkirchen fahren müssen, weil sie diese dann auch im Ort und mit entsprechend naher Dienstleistung bekommen können“. Unterstützt wurde die Gewerbeschau von der Vereinigten Volksbank und vom Kunstverein. „Wir können stolz sein auf diese Initiative“, sagte Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam und dankte stellvertretend für alle Aussteller Vater und Sohn Wacket. Die nahmen den Dank für alle Mitwirkenden gerne an. „Es soll ein Signal ausgehen, dass wir in Sulzbach etwas bewegen können“, sagte Björn Wacket und erkannte darum in der Gewerbeschau keinen Schlag ins, sondern einen Schlag aufs Wasser, „der hoffentlich viele Wellen schlägt“. Und Wellen könnten die ein oder andere Verkrustung in der Stadt einfach wegspülen.



Hier zeigt Modell Oljola Allgjita eine Frisur von Schöne Haare by Pinar und ein Brautkleid von VC Couture Verena Christmann.
Hier zeigt Modell Oljola Allgjita eine Frisur von Schöne Haare by Pinar und ein Brautkleid von VC Couture Verena Christmann. FOTO: Thomas Seeber