Die Augen gen Himmel gerichtet

Einen erlebnisreichen Tag verbrachte der Seniorenkreis bei der Bundeswehr in Düren. Hier wurden die Quierschieder fachkundig übers Fallschirmspingen unterrichtet.

Bereits bei der Anfahrt zum Flugplatz sahen die Gäste 17 runde, grüne Fallschirme am Himmel in der Sonne; wenigen Minuten oder waren es nur Sekunden zuvor sprangen die Soldaten aus der Transportmaschine, die Fallschirme öffneten sich automatisch, und die Springer landeten sicher am Boden.

Am Flugplatz begrüßte Hauptmann Lehnert vom Bundeswehrstandort Lebach die Senioren. Er informierte über die Entwicklung der Brigade im Saarland, erwähnte auch die übrigen Standorte in Saarlouis, Merzig und Zweibrücken und machte dann Ausführungen zu den Sprungdiensten.

In Begleitung des Hauptmanns fuhren die Senioren in einem klimatisieren Bus, die Außentemperaturen lagen bei 33 Grad, zum Absprunggelände, offiziell Landezone oder Absetzplatz genannt, wie es aus Teilnehmerkreisen heißt. Der Bereich konnte nur über einen bewachten Kontrollpunkt angefahren werden. Inzwischen hatte die Transall wieder 23 Springer abgesetzt, die in einem Radius von etwa 500 Metern vom Sammelplatz entfernt auf den Wiesen und Feldern landeten. Am Sammelplatz selbst erfolgte die Schirmabgabe, die Soldaten erhielten Verpflegung und bestiegen die bereitstehenden Busse, die sie nach Ensheim oder Zweibrücken bringen sollten.

Nächste Station der Rundfahrt war die Einsatzleitgruppe. Neben der Windmessung besteht eine Verbindung zwischen Kontrollturm und Luftfahrzeug. Bis zu 80 Springer haben in einer Maschine Platz. 15 bis 20 Minuten benötigt diese bis Düren .

In drei Wellen werden die Soldaten abgesetzt, deren Landung von einem Sanitätstrupp beobachtet wird, falls notfalls eine Erstversorgung benötigt wird. Bei jeder Welle werden zwischen 20 und 30 Springer abgesetzt. In unmittelbarer Nähe zu den Gästen aus Quierschied schwebten die Soldaten an ihren Fallschirmen zu Boden: ein beeindruckendes Bild. Vom Verlassen der Maschine in 450 Metern Höhe bis zur Landung benötigt ein Springer etwa 30 bis 45 Sekunden - je nach Thermik und Windverhältnissen. Der Fallschirm hat ein Gewicht von 14 Kilogramm und eine Spannfläche von 84 Quadratmetern. Gepackt werden die Schirme in der Garnison in Merzig.

Bei einer Tasse Kaffee, einem Stück Kuchen oder einem erfrischenden Getränk hatten die Senioren Gelegenheit, die Springer zu beobachten und dabei manche Frage an den Hauptmann zu stellen.

Im Anschluss besuchten die Quierschieder noch die St.-Michael-Kapelle in Körprich. Dass der Erzengel Michael auch der Schutzpatron der Fallschirmspringer ist, erfuhren die Senioren allerdings erst später - aus einer Festschrift der Luftlandebrigade. Nach einem Imbiss in Habach ging es gegen 21 Uhr nach einem erlebnisreichen Tag zurück nach Quierschied .