Sprachheilschule: Der Samstag war eindeutig der bessere Festtag

Sprachheilschule : Der Samstag war eindeutig der bessere Festtag

Am Sonntag ließ das Wetter Veranstalter und Gäste des Weierwies-Festes im Regen stehen. 2018 vermutlich zu anderer Zeit.

„Nächstes Jahr läuft‘s. Da brauchen wir gar nicht mehr drüber zu sprechen“, meint Hubert Dörrenbächer am vorigen Sonntagabend. Er grinst optimistisch dabei und meint das absolut positiv und freudig in die Zukunft blickend. Der Vorsitzende der Sängervereinigung „Eintracht“ Neuweiler zog am Sonntagabend eine erste Bilanz des Weierwies-Festes, welches bereits zum vierten Mal auf dem Schulhof der Weierwies-Schule stattfand. Sein Pendant Horst-Dieter Hetrich vom Obst- und Gartenbauverein (OGV) Neuweiler stimmte ihm gegenüber der SZ zu.

Keine Frage: Das vor vier Jahren aus der Not heraus geborene Fest hat seinen festen Platz im Terminkalender des Sulzbacher Stadtteils erobert und dort auch Fuß gefasst. „Das Bedürfnis war einfach da“, blickte Dörrenbächer zurück. Man hätte damals die steigenden Kosten in beiden Vereinen nicht über Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge finanzieren können. Da kam die Idee, ein Fest von beiden Vereinen gemeinsam ausgerichtet  zu veranstalten, gerade recht. „Wir hatten damals die 300-Jahr-Feier. Die lief schon gut. Das war ein gutes Zeichen“, erinnert sich Hetrich. Noch heute läuft die Freiluftveranstaltung nach demselben Prinzip: Jeder der beiden Vereine stellt sechs Ehrenamtler für das Organisationsteam und die scharen dann rund 65 Helfer um sich. 2018 könnte es sein, dass man einen anderen Termin wählen wird.

Dieses Mal wurden die Mitwirkenden im Vorfeld arg strapaziert: Zuerst die Kirmes, dann die Gudd-Gess-Tour und dann Auf-/Abbau sowie Durchführung des Weierwies-Festes. „Das war einfach zu viel in kurzer Zeit“, denkt Hubert Dörrenbächer. Samstagabends herrschte auf dem Schulgelände ein „Höllenbetrieb“, meinte der Eintrachtchef. Glück hatte man am ersten Tag vor allem mit dem tollen Wetter. Nach der Eröffnung durch Landtagspräsident Klaus Meiser und Bürgermeister Michael Adam waren schon etliche Hofer auf dem Festgelände. Als dann die Jagdhornbläser, der Chor der „Eintracht“, die Line-Dancer und später die Bachspatzen auftraten, wurde es an manchen Stellen schon ein wenig eng.

Schleppender ging es am zweiten Tag zu. Petrus sorgte zwar dafür, dass die wichtigen Veranstaltungspunkte trocken blieben. Doch das wechselhafte und trübe Wetter hielt so manchen wohl vom Besuch ab. Am Sonntag standen wieder der Chor, die Jagdhornbläser und die „Dragon Liners“ auf dem Programm. In die Welt der Oldies aus den 60er und 70ern holte einen die Band „Tequila Sunrise“ zurück.

Und dann war da noch die Sache mit den T-Shirts. Wie Dörrenbächer erklärte, wechselten die Vereinsmitglieder ständig die Oberteile. Die Erklärung: Das Rot passt nur beim Einsatz für die Eintracht. Und das Grün nur beim OGV. Was tun, wenn man in beiden Vereinen Mitglied ist? Wechseln, richtig. Denn Konkurrenz gibt es bei den beiden Veranstaltern nicht.

Eine Zusammenarbeit mit einem anderen Verein schließe man zwar nicht aus, doch das Miteinander beispielsweise mit einem Sportverein könne man sich überhaupt nicht vorstellen. Das wären auch in Sache Publikum völlig andere Leute und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht harmonieren.

„Unsere Leute wollen auch beschäftigt sein“, sagt Eintracht-Boss Dörrenbächer. Wir haben keine Sorgen mit unseren Helfern. Er hatte noch einen besonderen Ausblick auf das kommende Jahr. Dann wird die Sängervereinigung 140 Jahre alt.

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