Das wollen wir vom Rathauschef

Sulzbach. Unsere Tour beginnt am Nordrand der Stadt, in Hühnerfeld. Hier treffen wir vor dem kleinen Lebensmittelgeschäft Ilona Maus. Sie arbeitet ein paar Straßen weiter als Büroangestellte und fühlt sich sehr wohl hier, sagt sie. Um Hühnerfeld mache sie sich keine Sorgen, der Stadtteil habe eine eigene Dynamik, es laufe alles ziemlich fortschrittlich

Sulzbach. Unsere Tour beginnt am Nordrand der Stadt, in Hühnerfeld. Hier treffen wir vor dem kleinen Lebensmittelgeschäft Ilona Maus. Sie arbeitet ein paar Straßen weiter als Büroangestellte und fühlt sich sehr wohl hier, sagt sie. Um Hühnerfeld mache sie sich keine Sorgen, der Stadtteil habe eine eigene Dynamik, es laufe alles ziemlich fortschrittlich. Mehr Sorgen macht ihr die Sulzbacher Innenstadt. "Die verfällt richtig. Die Stadt braucht dringend ein Sanierungskonzept." Das könne sie bislang bei allen drei Kandidaten nicht entdecken. Ganz so wunschlos glücklich mit seinem Stadtteil ist der 20-Jährige Philipp Langendörfer in Altenwald nicht. Zwar gebe es einen frisch renovierten Jugendtreff in der Grubenstraße, der sei allerdings für die Jugendlichen noch nicht öffentlich. Noch immer seien nicht alle Versicherungsfragen geklärt, der Raum quasi dauerhaft geschlossen. Im Stadtteil Schnappach, in der Mariannenthaler Straße, treffen wir das Ehepaar Finkler. Adolf Finkler ärgert sich über Bäume und Gestrüpp, das den angrenzenden Ruhbach umgibt und in die Grundstücke reinhängt. Hier solle der "Neue" mal aktiv werden, sagt er verärgert. Seit über 40 Jahren wohnt Gerd Guilpain in Brefeld. Und das gerne. Der Rentner ist zufrieden mit der ruhigen, etwas abgelegenen Wohnlage. Einziger Dorn im Auge sind auch ihm vor Jahren gepflanzte Bäume. Sie säumen die Brefelder Straßen, wuchern vor sich hin, ohne dass sich jemand von der Stadt darum kümmere, sagt er. Seinen Nachbar Norbert Theobald stört etwas ganz anderes: "Die Raser nerven, die die Brefelder Hauptstraße Am Kreuzgraben als Rennstrecke missbrauchen." Dagegen müsse was unternommen werden. Von einem "wunderschönen Fleckchen" spricht Andreas Heller, wenn er über seinen Stadtteil Neuweiler spricht. Wir treffen Heller vor der Bäckerei in der Martin-Luther-Straße. Dringenden Handlungsbedarf sieht der 26-Jährige nur in Sachen Feuerwehrgerätehaus. Das sei zu klein, zu alt und entspreche keiner Vorschrift mehr. "Da muss sich wirklich was ändern", sagt er. Unsere Tour endet in der Mitte der Mitte, direkt am Sulzbacher Ravanusaplatz. Hier spricht die "Ihr-Platz"-Angestellte Karin Günther aus, was viele Bürger bewegt: "Die Innenstadt muss dringend belebt werden." Es gebe immer mehr Leerstände in der Sulzbachtalstraße. Der Gewerbeverein fordere schon lange Veränderungen: "Der neue Bürgermeister muss sich dringend dafür einsetzen."