Das Wandern ist des Schweines Lust

Das Wandern ist des Schweines Lust

Hängebauchschwein Rosa büxte kürzlich aus ihrem Zuhause aus und spazierte durch den Sulzbacher Wald.

Eine tierische Begegnung der nicht alltäglichen Art schildert uns Sulzbachs Revierförster Nils Lesch. Seinen Ausführungen zufolge wurde er von Karl-Heinz Paulus am vergangenen Donnerstag in dieser Angelegenheit kontaktiert. Der ehemalige Polizeibeamte, der heute als Verbindungsstellenleiter die Fahnen der IPA (International Police Association) hochhält und gelegentlich als Jäger unterwegs ist, hatte im Ruhbachtal zwei Spaziergänger angetroffen, die beim Wandern von einem Hängebauchschwein begleitet wurden. Die wussten allerdings nichts vom Besitzer des zutraulichen Tieres.

Kurzerhand sicherte Rentner Paulus das Minischwein mit einem Strick und wartete, bis Förster Lesch vor Ort war. Die beiden Männer hoben das Hängebauchschwein in die Hundebox des Saarforst-Dienstwagens und setzten sich mit der Polizei-Inspektion Sulzbach in Verbindung. Die diensthabenden Beamten wussten da bereits von einem entlaufenen Hängebauchschwein.

Kurz darauf meldete sich die Polizei-Inspektion St. Ingbert und lüftete alle weiteren Geheimnisse. Ihren Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei dem Vierbeiner um ein Hängebauchschwein namens Rosa, das am Morgen vom nahegelegenen Ruhbachtaler Hof ausgebüxt war. Und so fuhren Karl-Heinz Paulus und Nils Lesch mit Rosa im Gepäck durch den Wald nach Spiesen-Elversberg. Dort wurden sie von einer Gruppe verzweifelter Kinder gestoppt, die bereits seit Stunden auf der Suche nach dem Schweinchen waren. Nils Lesch: ,,Beim Blick in den Kofferraum kam bei den Kindern natürlich große Freude auf. Begleitet von der glücklichen Truppe haben wir das Schwein Rosa dann zurück zu ihrer Besitzerin gebracht."

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