Das Darben der Badefreunde hat ein Ende

Das Darben der Badefreunde hat ein Ende

Seit gestern ist das Vopeliusbad in Sulzbach wieder geöffnet. Wir sind in die frischen Fluten gestiegen und haben uns gründlich umgeschaut.

Regen ohne Unterlass. Und so haben wir das beste Wetter für unsere ,,Inspektion" im sanierten Vopeliusbad. Als die SZ am Dienstagvormittag zur Premiere nach Wiedereröffnung eilt, sind gerade mal zwei Damen fortgeschrittenen Alters im Schwimmerbecken. Die Neugier der Einheimischen hielt sich also anfangs noch ein bisschen in Grenzen. Doch im Laufe des Tages wurde es voller.

Schon beim Eintritt ins ,,Sportzentrum Mellin", wie sich der Freizeittempel neuerdings nennt, freut man sich über das nun einladende Interieur. Und über mehr Platz jenseits der Schwimmhalle mit ihren drei Becken. Vor allem da, wo man sich am Ende stylen und fönen kann, ist sehr viel mehr Großzügigkeit eingekehrt.

Auch die Umkleidekabinen machen viel Freude. Beide Türen sind elegant durch das Umlegen eines Hebels verschließbar und so auch wieder leicht zu öffnen. Proper sind jetzt die Kleiderbügel mit Netz fürs Verstauen der Dessous - wie man sie auch von anderen Bädern her kennt. Die alten Dinger hatten ihre Zeit längst hinter sich. Und nun nähern wir uns vis à vis den Spinden. Graue Türen und dazwischen welche, die Farbtupfer sind. Man verschließt sie, indem man nur mal sachte den Schlüssel hinhält.

Dann der Gang zur Vorreinigung. Auch die Duschräume haben sich vollkommen verändert. Bekritteln könnte man höchstens, dass die Brauseköpfe eher auf ,,Tröpfeln" als auf ,,Wasser marsch" eingestellt sind. Da dauert es eben reichlich lang, bis Shampoo und Seife die Haut verlassen haben.

Und nun Badelatschen aus und ab ins Schwimmerbecken. Dort treffen wird Rosalinde Buch aus Dudweiler. ,,Zehn Monate hab' ich durchgehalten", sagt sie während wir unsere Bahnen ziehen. Kein anderes Bad habe sie betreten in der Sanierungsphase, und jetzt gehe sie wieder sehr regelmäßig schwimmen in Sulzbach. Ihre Freudin, Marianne Gress, ebenfalls aus Dudweiler, ist natürlich auch froh, dass sie hier wieder in die kühlen Fluten eintauchen kann. Die beiden Damen stört auch nicht, dass die Eintrittspreise gestiegen sind. Denn statt 1,80 zahlen Erwachsene für die Einzelkarte nun 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche sind mit 2 Euro dabei. 7 Euro zahlen derweil die Familien (zwei Erwachsene, ein Kind). Man kann auch sparen, und das nicht zu knapp. Denn wer 25-49 Euro auf einen Schlag zahlt, erhält 5 Euro Rabatt, ab 200 Euro sind es schon 20 Prozent.

Übrigens ist auch die Wassertemperatur sehr in Ordnung. Und die Bewirtung durchs Bistro Relax gegeben. Was nun noch fehlt, sind neue Fenster. Die werden nächstes Jahr in der Sommerpause eingebaut.

Derweil grüßen von der Hobbykünstlerin Dagmar Günther gestaltete Vögel, Palmen, Zwerge und Blumen vom Fensterglas. Sie helfen ein wenig über die getrübten Aussichten hinweg.

Die Öffnungszeiten des Vopeliusbades am Quierschieder Weg: Dienstag bis Freitag von 7 bis 21 Uhr, samstags von 7 bis 19 Uhr und sonntags von 8 bis 13 Uhr.

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