| 20:41 Uhr

Tennis
Dank letzter Siege entspannt gegen Freiburg

Milan Welte vom TZ Sulzbachtal in Aktion. 
Milan Welte vom TZ Sulzbachtal in Aktion.  FOTO: Markus Weller/Verein / Markus Weller
SUlzbachtal. Tennis-Zentrum Sulzbachtal schlug Tabellenführer Mannheim und kann jetzt den Klassenverbleib eintüten. Von Lucas Jost

Da staunten einige Beobachter nicht schlecht, als sie einen Blick auf die Ergebnisse der Tennis-Regionalliga Südwest warfen. Außenseiter Tennis-Zentrum Sulzbachtal hatte den souveränen Tabellenführer Tennisklub Grün-Weiss Mannheim gestürzt. Der war zwar nicht in Bestbesetzung angetreten, den Saarländern wird das allerdings ziemlich egal sein. Denn der 6:3-Sieg brachte sie in eine glänzende Ausgangsposition, um das ausgesprochene Saisonziel, den Klassenerhalt, aus eigener Kraft einzutüten.


Dazu genügt dem TZS am letzten Doppelspieltag der Saison ein Sieg. Entweder am Samstag bei Tabellenschlusslicht TC Schönberg in Freiburg. Oder am Sonntag um 11 Uhr, wenn das TZS den punktgleichen TSV Schott Mainz zu Hause erwartet.

„Es gibt eine neue Regelung, die besagt, dass man mit einer positiven Bilanz nicht mehr absteigen kann. Mit den vier Siegen, die wir dann hätten, könnten wir also nicht mehr absteigen“ verrät Spieler Milan Welte. Ein Sieg würde alle Eventualitäten und Rechenspielchen ausräumen.



Grundsätzlich genügt den Sulzbachern in der Endabrechnung aber Platz sechs. Die Ausgangsposition dafür ist hervorragend: Aktuell ist Sulzbach Fünfter mit sechs Punkten, Verfolger TEC Waldbau (7., 2 Punkte) müsste gegen Tabellenführer Mannheim und den zweitplatzierten TC Bad Homburg gewinnen, um die Saarländer noch abzufangen.

Wahrscheinlich ist das nicht, ein eigener Sieg bleibt aber die bevorzugte Variante. „In Freiburg ist alles offen. Aber es ist machbar. Deutlich wird es auf keinen Fall. Sie hatten immer ein bisschen Pech, weil ihre Gegner immer voll besetzt aufgelaufen sind“, erklärt der 17-Jährige Welte, der verrät: „Ich weiß selber noch nicht genau, in welcher Aufstellung wir am Samstag spielen.“ Beim Sieg in Mannheim waren die ungarischen Brüder Petar und Boris Conkic nicht im Tableau. An ihrer Stelle spielten der Italiener Filippo Borella und Alex Knaff (Luxemburg).

Unabhängig vom Kader der Sulzbacher verrät der Gymnasiast: „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir auf den hinteren Positionen die Punkte holen. Die sind fast Pflicht. Freiburg ist vorne sehr stark besetzt. Wir müssen versuchen aus den Einzeln so herauszugehen, dass man am Ende nur noch ein Doppel braucht.“ Er selbst kann dazu seinen Teil beitragen, indem er seine bisher makellose Einzel-Bilanz (fünf Siege in fünf Partien) aufrechterhält. Ein besonderes Ritual zur Einstimmung auf den Gegner kennt Welte nicht. Vielmehr reitet sein Klub aktuell auf einer kleinen Erfolgswelle. Ein mentales Hoch, das auch am Wochenende der entscheidende Faktor sein könnte. Welte: „Der Teamgeist ist das, was uns bisher ausgezeichnet hat. Bei jedem sitzt immer einer auf der Bank. Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Durch die Siege ist das nochmal ein bisschen entspannter. Das alles trägt auch dazu bei, dass man am Wochenende besser spielt.“