Brand an der Blaufabrik in Sulzbach

Löschen statt Mittagessen : 25 Feuerwehrleute rücken aus zur Blaufabrik

Rund eine Stunde hatten 25 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr von Sulzbach am Mittwochmittag zu tun, um einen Brand an der Blaufabrik zu löschen. Dabei wurde niemand verletzt, das Gebäude, die ehemalige Reithalle droht aber, einzustürzen. Die Ermittlungen laufen.

Das Mittagessen fiel für 25 Sulzbacher Feuerwehrleute gestern erst einmal aus, als kurz vor 12 die Sirenen in Sulzbach und Neuweiler aufheulten und den Einheiten ein Brand an der Blaufabrik gemeldet wurde.

Die Löschzüge aus Sulzbach und Neuweiler machten sich postwendend nach der Alarmierung kurz vor 12 Uhr auf den Weg und sahen schon bei der Anfahrt Flammenschlag aus dem Dach eines unmittelbar an der Brücke über den Stadtpark gelegenen Nebengebäudes der alten Reithalle. Wehrführer Richard Plein zur SZ: „Wir haben direkt einen Trupp mit schwerem Atemschutz ins Haus geschickt, um sicherzustellen, dass keine spielenden Kinder oder Landstreicher in dem leerstehenden Gebäude sind. Wir fanden niemanden. Unmittelbar im Dachbereich brannten Folie und Holz, das haben wir von innen abgelöscht.“ Den Zugang zu dem Haus habe sich die Feuerwehr erst schaffen müssen, durch ein Tor und eine Garage sei man eingedrungen. Beide seien verschlossen gewesen. Verletzt wurde niemand. Nach Pleins Angaben stand das Gebäude seit Jahren leer, aber unter Denkmalschutz. Über einen Abriss sei immer wieder geredet worden. Durch das Feuer wurde der ohnehin marode Dachstuhl noch weiter beschädigt, zumal die Feuerwehr auf der Suche nach Brandnestern die Ziegel abdeckte. Feuerwehrleute, die bei dieser Arbeit an den Kamin stießen, brachten diesen ohne Mühe zum Einsturz, ein Beleg für die Morbidität des Bauwerks. Der Brand war binnen Minuten unter Kontrolle.

Nun wird die Polizei ihre Arbeit aufnehmen. Einbruchsspuren gab es zunächst keine, doch die Beamten wollen wissen, wie es zu dem Feuer kam.

Nach Angaben der Polizei Sulzbach werden Brandermittler des Kriminaldienstes eingesetzt. Das DRK war mit einem Kranken- und einem Rettungswagen im Einsatz, die Strecke über die Brücke wurde halbseitig gesperrt, Polizeibeamte regelten den Verkehr. Der gesamte Feuerwehreinsatz dauerte rund eine Stunde.

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