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Neues aus der Klinik: Bestnoten fürs Knappschaftsklinikum

Neues aus der Klinik : Bestnoten fürs Knappschaftsklinikum

Eine Befragung unter rund 500 niedergelassenen Ärzten bescheinigt dem Sulzbacher Krankenhaus fachliche Qualität und guten Umgang mit Kollegen. Das soll ausgebaut werden.

Marktforschung wird in nahezu allen Wirtschaftszweigen immer wichtiger. Das gilt - für viele sicher leider - auch in der Medizin, die neben der Behandlung der Patientinnen und Patienten in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr auch marktwirtschaftliche Aspekte berücksichtigen muss. Dabei stellen gute Umfrageergebnisse für Gesundheitsunternehmen wie Kliniken durchaus einen Mehrwert dar. Über besonders gute Umfrageergebnisse durfte sich jüngst die Klinik Sulzbach freuen. Bei einer sogenannten Zuweiserbefragung schnitt das vor allem wegen seiner herausragenden Augenheilkunde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Haus überdurchschnittlich gut ab. Rund 500 niedergelassene Ärzte - eben die weisen Patienten den Krankenhäusern zu - wurden zu Erfahrungen mit der Klinik Sulzbach befragt.

„Das ist eine ganz besonders kritische Klientel“, erklärte Professor Winfried Zinn von der Firma Metrik, die diese Befragung durchgeführt und analysiert hat, „es geht dabei um fachliche Qualifikation, aber auch um Bettenkapizität, Terminvergabe oder um Rückmeldung und Kooperation.“

Die Sulzbacher Knappschaftsklinik liegt in allen Vergleichspunkten deutlich über den Durchschnitt der etwa 60 untersuchten Einrichtungen. Bei den fachlichen Aspekten liegt man elf, bei Information und Kooperation sogar 18 Punkte über den Vergleichswerten. „Wir haben in den letzten Jahren eine Online-Terminvergabe eingeführt, auch der Austausch von Diagnosen erfolgt über das Netz“, nennt Professor Peter Szurmann, der Leiter der Augenklinik, zwei mögliche Gründe für das Ergebnis, „der Austausch mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen erfolgt direkt und auf Augenhöhe. Wir stärken mit unseren Diagnosemöglichkeiten auch die Kompetenz vor Ort. Andererseits entlastet die wohnortnahe Weiterbehandlung auch die Patienten. Weite Anfahrten fallen weg“.

Gerade dieser kollegiale und fachliche Austausch wird von den Mitwirkenden der Studie immer wieder hervorgehoben. Die Klinik Sulzbach nimmt mit diesem System eine klare Vorreiterrolle ein. „Das macht das gute Ergebnis auch zu einer Herausforderung“, sagt Szurmann, „es führt dazu, dass noch mehr Patienten zu uns kommen, wir aber die Qualität erstmal mit den vorhandenen Kapazitäten so aufrecht erhalten müssen“.

Darum hat sich die Klinikleitung entschieden, bis zum Jahr 2025 rund 50 Millionen Euro in den Standort zu investieren. „Die Augenklinik dient allen als Vorbild, sich auf wichtige Qualitätsmerkmale zu fokussieren“, sagt Andrea Massone, die wirtschatliche Leiterin der Knappschaftskliniken Sulzbach und Püttlingen, „das ist aber auch immer ein wirtschaftlicher Drahtseilakt“.