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Übergriff im Zug nach Saarbrücken
Beleidigung, Volksverhetzung, Körperverletzung: Kripo ermittelt

Attacke im Zug ist Fall für den Staatsschutz. Jetzt wird ermittelt. (Symbolbild)
Attacke im Zug ist Fall für den Staatsschutz. Jetzt wird ermittelt. (Symbolbild) FOTO: Felix Kästle / dpa
Sulzbach. Der Staatschutz in Kaiserslautern und die Zweibrücker Staatsanwaltschaft befassen sich mit einem Übergriff, der sich während einer Bahnfahrt nach Saarbrücken zugetragen haben soll. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Nachdem Bildmaterial der Überwachungskamera eines Regionalzugs beim Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern angekommen ist, ermittelt der Staatsschutz wegen des Verdachts der Körperverletzung, Volksverhetzung und Beleidigung. Das teilte auf Anfrage Pressesprecherin Christiane Lautenschläger mit. Die Akten seien zudem der Zweibrücker Staatsanwaltschaft zugesandt worden. Dort waren die Unterlagen nach Auskunft am Freitag (23. Mrz 2018) aber noch nicht eingetroffen.


Nach bisherigen Informationen soll es am 3. März 2018 zu einem Übergriff auf der Strecke Landstuhl-Saarbrücken gekommen sein. Dabei habe ein rechtsgerichteter Mann einen Mitreisenden mit einer Kopfnuss verletzt. Bei dem mutmaßlichen Angreifer soll es sich um den Sprecher der rechten Bürgerinitiative „Sulzbach wehrt sich“ handeln, die sich gegen eine geplante Moschee in der Stadt wehrt.

Der Attacke soll ein Streit um einen zerrissenen NPD-Wurfzettel vorausgegangen sein. Alle Reisenden waren auf der Heimreise von einer Demonstration im pfälzischen Kandel, wo rechtsextreme Gruppen einen Protestmarsch angekündigt hatten und auf Gegner stießen.