Bei den Schwestern vom Hof gab's kein Halten mehr

Bei den Schwestern vom Hof gab's kein Halten mehr

Neuweiler. Wer glaubt, im Altenheim gehe es langweilig und eintönig zu, der konnte sich am Fetten Donnerstag wieder einmal vom Gegenteil überzeugen. Wochenlanges Proben, selbst gebastelte Roben, jede Menge Lampenfieber, schmackhafte Faasekiechelcha und prickelnder Sekt sowie ein kurzweiliges, witziges, spritziges Programm brachten die Stimmung ganz schnell auf erhöhte Betriebstemperatur

Neuweiler. Wer glaubt, im Altenheim gehe es langweilig und eintönig zu, der konnte sich am Fetten Donnerstag wieder einmal vom Gegenteil überzeugen. Wochenlanges Proben, selbst gebastelte Roben, jede Menge Lampenfieber, schmackhafte Faasekiechelcha und prickelnder Sekt sowie ein kurzweiliges, witziges, spritziges Programm brachten die Stimmung ganz schnell auf erhöhte Betriebstemperatur.Die Mädels der sozialen Betreuung - als da sind Traudel Wirtz, Rita Gladen, Birgit Müller und Petra Kratz - sowie die Bewohner, Mitarbeiterinnen und einige Ehrenamtliche hatten mit viel Liebe und Engagement ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Um exakt 14.11 Uhr ging es los. Angeheizt von der Hauskapelle, Therese Storb und Erika Rödel, sangen gleich zu Anfang die St. Anna-Spatzen ihr Medley. Mit bekannter Fastnachtsmusik luden sie außerdem alle Anwesenden zum Tanzen und Schunkeln ein. Danach gab es eine Gerichtsverhandlung, wobei die Angeklagte (Petra Kratz) in musikalischer Art und Weise antwortete. Als dann "die "Schwestern vom Hof" auftraten und nach Art von "Sister Act" tanzten, gab es im Saal kein Halten mehr: "Da zeigen unsere Damen endlich mal ihr wahres Gesicht", wurde im Publikum gewitzelt.

"Die Kleinen" der Tanzgarde "Die Pänz von Neuweiler", die Lolly Pops, waren mal wieder eine Augenweide und fesselten die Heimbewohner mit ihrem gut einstudierten Tanz. Die Trainerinnen hatten alle Hände voll zu tun, die quirligen Kleinen zu bändigen. Selbstverständlich wurden am Ende alle Akteure mit einem selbst gebastelten närrischen Orden belohnt.

Mit Tanz und Schunkelliedern neigte sich der Fastnachtsball dem Ende entgegen, und die Akteure sangen gemeinsam das Schlusslied mit einer Polonaise. Fazit der Veranstaltung: Nach 300 Berlinern und vielen Flaschen Sekt waren alle Bewohner, Angehörige, Gäste, Mitarbeiter und Ehrenamtliche, ohne die eine solche Sitzung nicht auf die Beine gestellt werden könnte, der Meinung: "Das war spitze und muss im nächsten Jahr wiederholt werden!" red

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