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Aus Rücksicht auf Vogelbrutstätte ruhen Baggerarbeiten

Aus Rücksicht auf Vogelbrutstätte ruhen Baggerarbeiten

Die Renaturierung des Fischbachs und die Regulierung seiner Zuflüsse ist eines der größten Hochwasserschutzvorhaben in der Region. Jetzt wurde bei den Vorbereitungen zu den Baggerarbeiten am Karpfenteich in Fischbach-Camphausen die Brutstätte eines Teichhuhns entdeckt.

Die auch Teichralle genannten Vögel kommen in den gemäßigten, subtropischen und tropischen Klimazonen vor.

Insgesamt geht man von etwa 900 000 Brutpaaren in Europa aus. Die Verbreitung der Art in Deutschland ist allerdings stark rückläufig. Sie steht daher auch auf der Roten Liste der bedrohten Arten - aber noch auf der Vorwarnstufe. "Aus Gründen des Artenschutzes und der europäischen Vogelschutzrichtlinie ist daher derzeit ein Ausbaggern der Teichfläche nicht möglich", teilte Quierschieds Bürgermeisterin Karin Lawall mit, "diese Maßnahme muss nach Rücksprache mit externen Vogelschutzgutachtern in die Vegetationsruhe nach dem 30. September verschoben werden." Die Arbeiten am Karpfenteichumfeld sollen aber in den nächsten Wochen planmäßig umgesetzt werden.