Ärzte-Honorare : Den Imageschaden ausbessern!

Das Ministerium hat den Ärzten für ihren Impfeinsatz, den sie zusätzlich zur medizinischen Grundversorgung leisten müssen, Geld angeboten. Und wenn es Brei regnet, packt man einen möglichst großen Löffel aus, wer wollte das den Ärzten verdenken?

Freilich ist zugleich damit zu rechnen, dass man beim Hantieren mit der Riesenkelle eine unvorteilhafte Figur abgibt. So geschehen, als der  Hausärzteverband  rund 70 Prozent mehr Honorar pro Tagesschicht raus verhandelte als vorgesehen - damit Ärzte, die während ihres Impfeinsatzes ihre Praxis schließen, kein Geld drauf zahlen. Das ist nachvollziehbar. Doch ist es menschlich und politisch großzügig? Allein dieser Zweifel belegt den Imageschaden. Was also tun, wie wäre es damit? Mit einem Spendenfonds, der sich speist durch die Honorare aller, die „eigentlich“ ehrenamtlich hätten arbeiten wollen. Das sollen angeblich sehr viele sein, vor allem pensionierte Ärzte, die nicht mehr auf Zusatzeinkünfte angewiesen sind. Die Honorar-Spenden kämen  dann Corona-Opfern anderer Branchen zu Gute, es gibt so viele davon. Und Ärzten traut man den Ehrgeiz zu, dass sie nicht als Krisengewinnler in die Geschichte eingehen wollen.