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Sondersitzung des Stadtrats-Ausschusses
Kitas: Grüne für Kündigung des Essenslieferanten

Die Krippen-Kinder einer Kita in Hamburg essen Kartoffelsuppe. In einer Kita in Saarbrücken wurde zum wiederholten Male ein Fremdkörper im Essen gefunden.
Die Krippen-Kinder einer Kita in Hamburg essen Kartoffelsuppe. In einer Kita in Saarbrücken wurde zum wiederholten Male ein Fremdkörper im Essen gefunden. FOTO: dpa / Georg Wendt
Saarbrücken. Nachdem erneut ein Fremdkörper im Essen einer städtischen Kindertagesstätte gefunden wurde, erwarten die Grünen im Stadtrat Aufklärung und haben eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses für Schule, Kinder und Jugend beantragt. red

Wie Stadtpressesprecher Thomas Blug bestätigt, hatte die Leitung der Kita Eschberg am 17. September die Verwaltung informiert, dass ein Stück Gummi im Mittagessen in den Nudeln gefunden worden sei. Blug erklärt: „Die Nudeln wurden nicht an die Kinder herausgegeben und das Essen zur weiteren Untersuchung umgehend an den Lebensmittelkontrolldienst im Landesamt für Verbraucherschutz übergeben. Dem Caterer wurde bis auf Weiteres die Lieferung untersagt. In der Zwischenzeit wird die Kita von einem anderen Caterer beliefert.“ Bereits im Juni und Juli waren in den Kitas Eschberg, Brebach und Bruchwiese Fremdkörper im Essen gefunden worden (die SZ berichtete). Am 7. September hatte die Verwaltung diesen Essenslieferanten abgemahnt, teilte Blug mit. Nun haben die Grünen für Donnerstag, 11. Oktober, die Sondersitzung beantragt. Der Ausschuss soll auf Vorschlag der Fraktion dem Stadtrat empfehlen, den Vertrag mit dem Lieferanten zu kündigen. „Die Probleme mit dem Caterer scheinen nicht abzureißen“, erklären die Grünen weiter. Zwar sei die erste Reaktion der Stadt auf den erneuten Vorfall richtig gewesen, dem Unternehmen die Essenslieferung zu untersagen. „Doch jetzt muss endlich die Konsequenz gezogen werden, dem Caterer umgehend zu kündigen. Die bisherigen Maßnahmen haben offenbar zu keinerlei Verbesserungen geführt.“