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Energieexperte:
Haus-Dämmung ist jetzt sinnvoll

Saarbrücken. Wenn der Ölpreis weiter steigt, rechnet sich die Maßnahme noch schneller als sonst. red

Tausend Euro für das Füllen des Heizöltanks? Das ist vorbei. Heute beobachten Besitzer einer Ölheizung beunruhigt, wie der Ölpreis nach oben geht. Kostete das Barrel Öl (entspricht 159 Litern) vor rund 50 Jahren noch fünf Dollar, waren es im vorigen Jahr schon 55 Dollar. Aktuell übersteigt der Preis die 70-Dollar-Marke. „Die nächste Heizölrechnung wird teuer“, stellt Reinhard Schneeweiß, Energieberater bei der Verbraucherzentrale, fest.


Wer jetzt in die Dämmung seines Hauses investiert, handelt der Verbraucherzentrale zufolge klug – aus ökonomischen und aus ökologischen Gründen. Je teurer die Energie ist, desto schneller rechne sich die Maßnahme. „Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung kann man nie allgemein beantworten“, sagt Schneeweiß. „Es hängt immer von den Rahmenbedingungen ab, und das sind in erster Linie die Kosten für die Beheizung des Hauses.“

Je dicker die Dämmung, desto weniger Energie gehe verloren und umso mehr Geld spare man. Wie viel, hänge wesentlich von den Preissteigerungen ab. Den Einfluss der Inflation verdeutliche folgendes Beispiel: Die Dämmung einer Hauswand aus den 60er-Jahren kostet etwa 150 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Ölpreis vom letzten Jahr kann man 5,30 Euro pro Quadratmeter und Jahr an Energiekosten sparen. Bleibt der Ölpreis über die nächsten 30 Jahre auf diesem Niveau, sind die Kosten für die Dämmung in 28 Jahren wieder drin. „Geht man jedoch von der seit den 70er-Jahren durchschnittlichen jährlichen Ölpreissteigerung von fünf Prozent aus, sieht die Rechnung ganz anders aus“, so Schneeweiß. Dann habe sich die Dämmung schon nach 18 Jahren bezahlt gemacht. Und nach 30 Jahren ergebe sich ein Gewinn von 200 Euro pro Quadratmeter.



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