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Starke Neuzugänge für Güdingens Bundesliga-Squasher

Gerüstet für die nächste Saison : Namhafte Neuzugänge für Güdinger Squasher

Dem Squash-Bundesligisten SC Güdingen ist auf der Suche nach Neuverpflichtungen für die neue Spielzeit im Oberhaus ein echter Paukenschlag geglückt: Mit dem jungen Deutsch-Franzosen Laszlo Godde wird eines der größten europäischen Squash-Talente künftig für die Saarländer zum Schläger greifen.

Der 16-Jährige aus La Rochelle im Südwesten Frankreichs ist zweifacher französischer Meister im Jugendbereich und aktuell Zweiter der europäischen U17-Rangliste.

„Laszlo ist natürlich noch sehr jung, aber ein echter Knaller. Er ist einer der besten Jugendspieler, die es im Squash gibt. Viele andere Bundesligisten haben sich um ihn bemüht. Wir sind froh, dass er sich entschieden hat, in den kommenden Jahren für uns zu spielen“, zeigt sich Güdingens Manager Johannes Wessela erfreut über die gelungene Verpflichtung.

Godde spielt seit seinem vierten Lebensjahr Squash und wurde seitdem von Stephane Brevard, einem der erfolgreichsten französischen Squash-Spieler, entsprechend gefördert und geformt. Neben seinem nationalen U 15-Titelgewinn in Frankreich gewann er im April 2018 zudem bei den deutschen U 15-Meisterschaften in Hamburg den Vize-Titel. Im Monat darauf feierte er im Dress des französischen U 15-Nationalteams bei den Europameisterschaften im schwedischen Malmö den Gewinn der Bronzemedaille. Inzwischen spielt Laszlo Godde bereits hochkarätige Turniere im Erwachsenenbereich, feierte mit seinem Team La Rochelle Erfolge in der zweiten französischen Liga und durfte auch bereits in der ersten Liga unseres Nachbarlandes aufschlagen. „Mein großes Ziel ist es, mich als Squash-Profi auf lange Sicht in den Top-Zehn der Weltrangliste zu etablieren“, formuliert Godde ehrgeizige Ziele.

Künftig wird er beim SC Güdingen auch die ersten Erfahrungen im deutschen Squash-Oberhaus machen. Neben Godde verpflichteten die Saarländer zudem den Japaner Ryōsei Kobayashi. Der 26-Jährige aus Yokohama ist derzeit die Nummer 86 der PSA-Weltrangliste und lebt in Frankreich, wo Kobayashi unter anderem mit dem Güdinger Bundesliga-Spieler Sebastien Bonmalais zusammen trainiert.

Die Saarländer hatten zuletzt in der Südstaffel der Squash-Bundesliga den zweiten Platz belegt und sich somit erstmals für die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert. Wegen der Corona-Pandemie konnte die für Mai geplante Endrunde nicht wie geplant ausgetragen werden.

Das Turnier der besten vier deutschen Vereinsteams soll aber definitiv nachgeholt werden. Wann genau, steht vorerst noch nicht fest. Als frühestmöglicher Termin wurde zuletzt ein Zeitraum ab Mitte Oktober genannt. Neben dem SC Güdingen streiten dann die beiden Erstplatzierten der Bundesliga-Nordgruppe, Serienmeister Paderborner SC und der SC Niederrhein, sowie Black&White Worms als Meister aus dem Süden beim Finalturnier um den Titel.

Was gibt es sonst noch Neues aus der Welt des Squash? Als Start zu einem neuen Projekt und im Vorlauf auf eine Kampagne der Luxemburger Regierung „Luxemburg lebt Sport“ freut sich der Squash-Verein der Gemeinde Petingen in Zusammenarbeit mit dem Squash-Weltverband WSF und dem Luxemburger Marc Thrill, Headcoach des Squash-Bundesligisten SC Güdingen und selbst WSF-Level-3-Trainer, in dieser Woche einen Trainerlehrgang anzubieten. Dort sind insgesamt zehn Teilnehmer gemeldet, die durch die Hilfe der Gemeinde zum Trainer des Squash-Weltverbands ausgebildet werden. Marc Thrill erhält während des Lehrgangs zusätzlich die Ausbildung zum Tutor und wird somit in Zukunft dazu befähigt sein, selbst im Saarland Trainer ausbilden zu dürfen. Thrill sieht darin einen wichtigen Schritt: „Ein Ziel ist es, die Sportart Squash in Zukunft in Schulen zu lehren. Dafür braucht es aber Trainer.“