Städtebaubeirat für Bäume an Heidenkopferdell und Kaninchenberg

Saarbrücken : Städtebaubeirat auf Seite der Bäume

Hoffnung für die umkämpften rund 100 Bäume am Rande des Kaninchenberges – sie haben überraschend Unterstützer gewonnen. Der Saarbrücker Städtebaubeirat erklärt in einer Stellungnahme vom Dienstag, 22. Oktober: „Die Waldrandzone steht im Konflikt mit den im Bebauungsplan ausgewiesenen Baufeldern.

Sollten Einzelbäume als Pioniergehölze erhaltenswert und verkehrssicher sein, wäre ihre Integration in die zukünftige Gestaltung wünschenswert.“

 Die 100 Bäume stehen an einer Stelle, bei der zwei Dinge bislang nicht endgültig öffentlich geklärt sind: erstens, ob dieser Waldstreifen überhaupt zum verseuchten SHD-Gelände gehört und zweitens, ob der Boden dort ebenfalls verseucht ist.

 Der Bebauungsplan heißt „Ehemaliges SHD-Gelände und östliche Quellenstraße“. Die Siedlung, die auf dem SHD-Gelände entstehen soll, wird vom Eschbergerweg her erschlossen.

Das im Volksmund als SHD-Gelände bekannte Grundstück ist eingezäunt. Der Boden dort soll ausgewechselt werden. Auf dem eingezäunten Grundstück sind „Aufschüttungen“ (Haufen) verseuchter Erde. Ein Teil des Waldrandes steht auf dem eingezäunten Areal.

 Aber die umkämpften 100 Bäume stehen außerhalb des Zaunes. Bewohner der Siedlung am Heidenkopferdell haben sich zur Interessengemeinschaft Heidenkopferdell (IGH) zusammengetan und setzten sich dafür ein, dass die Bäume stehen bleiben. Die IGH sagt: Wenn die Bäume abgesägt würden, dann läge der Spazierweg um den Kaninchenberg nicht mehr im Wald – das würde seinen Naherholungswert extrem  herabsetzen.

 Am Dienstag, 29. Oktober, wird das Schicksal der 100 Bäume eines der Themen der öffentlichen Stadtratssitzung sein. In dieser Sitzung will die Jamaika-Koalition u.a. die Pläne zur Abholzung und Bebauung des Waldstückes hinter dem Totobad-Parkplatz stoppen.

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