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Stadtrat wählt Patrick Berberich (CDU) zum Baudezernt in Saarbrücken.

Wahl des neuen Saabrücker Baudezernenten : Der nächste Versuch

Ob Patrick Berberich den Humor, die Fachkompetenz, die Fantasie, die Kreativität, die Leidenschaft und die Leidensfähigkeit, das Gespür für Saarbrücken und all die anderen Dinge mitbringt, die er für das Amt des Baudezernenten braucht, muss sich erst noch zeigen.

Anders als sein Vorgänger und seine Vorvorgängerin hat er sich vor seiner Wahl in die Chefetage der Stadtverwaltung in Saarbrücken keinen Namen gemacht. Dass er an diesem Dienstag ins Amt gewählt wird, steht aber außer Zweifel. Schließlich kann sich die Koalition aus CDU, Grünen und FDP im Stadtrat nach dem Debakel, das die Nominierung von Martin Welker für dieses Amt durch den Oberbürgermeister verursacht hat, keine weitere Panne leisten.

Gehen wir auch deshalb davon aus, dass die CDU, die das Vorschlagsrecht für diese Stelle hatte, sich für jemanden entschieden hat, der ihr nicht peinlich oder aus anderen Gründen zu einer Last wird. So wie Thomas Brück für die Grünen. Zunächst als Umwelt-, dann als Kultur- und Bildungsdezernent wurde er für seine Partei – vorsichtig formuliert – nicht zum Symbol für grüne Tatkraft und Gestaltungswillen. Nach der holprigen Baudezernentenkür ist es nun an den Grünen, die innerhalb der Koalition das Vorschlagsrecht für die Brück-Nachfolge haben, eine starke Persönlichkeit zu finden, die Kultur und Bildung fördert. Denn Dezernenten (Dezernentinnen natürlich auch) sind nicht einfach nur Sachbearbeiter im Team des Oberbürgermeisters. Im besten Fall sind sie Gestalter mit eigenem Kopf. Und im Falle des Baudezernats nicht einfach Frühstücksdirektoren, die Investoren um jeden Preis den roten Teppich ausrollen.