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Neue Grundschule
Stadtrat stimmt neuer Grundschule in Burbach zu

Schüler aus allen sozialen Schichten sollen gleichmäßig auf die Grundschulen verteilt werden.
Schüler aus allen sozialen Schichten sollen gleichmäßig auf die Grundschulen verteilt werden. FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Saarbrücken. Neubau in der Georg-Heckel-Straße soll Weyersbergschule entlasten. CDU vermisst „offenes Verfahren“ mit Bürgerbeteiligung. Von Markus Saeftel

Der Saarbrücker Stadtrat hat am Dienstag beschlossen, dass die neue Grundschule in Burbach in der Georg-Heckel-Straße entstehen und die Weyersbergschule entlasten soll. Wie die Stadt in der Beschlussvorlage mitteilt, würde die Weyersbergschule nach den Prognosen des Bildungsministeriums sonst sechs, vereinzelt sogar sieben Klassen in einer Jahrgangsstufe bilden müssen. Nach dem Neubau werde der Standort Weyersberg noch vierzügig sein. Das soll auch dadurch erreicht werden, dass die Schulbezirke verändert werden.


Ziel der Verwaltung ist es, dass Schüler aus allen sozialen Schichten gleichmäßig auf die Grundschulen verteilt werden. Über die Schulbezirke habe die Stadt bereits mit dem Ministerium gesprochen. Weil Planung und Bau der neuen Schule fünf bis sechs Jahren dauern werden, sollen im kommenden Schuljahr Container am Standort Weyersberg aufgestellt werden. Die Verwaltung habe bis zu elf Standorte geprüft und sich für die Georg-Heckel-Straße entschieden. Das Gelände sei zum Teil im Besitz der Stadt, für eine Sporthalle müsse die Stadt aber zwei kleine Grundstücke in Privatbesitz kaufen. Darin sieht die Verwaltung aber kein Problem, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

Kritik kam von der CDU-Fraktion, die gegen den Beschluss stimmte. Der Stadtverordnete Andreas Neumüller meinte, es habe kein offenes Verfahren mit Beteiligung der Bürger gegeben. Er stellte die Frage, warum sich die Verwaltung gerade auf den Füllengarten festgelegt habe. Das nur mit dem Bau von 30 Reihenhäusern im Füllengarten und damit mehr Familien zu begründen, sei nicht nachvollziehbar. Denn in einigen Jahren werde die Schülerzahl wieder sinken.



Dezernent Thomas Brück (Grüne) sagte, die Standortentscheidung sei in enger Abstimmung mit der Leiterin der Weyersberg-Grundschule gefallen. Karin Burkart (Grüne) ergänzte, es habe ein Gespräch vor Ort gegeben, die CDU-Fraktion sei aber nicht dagewesen. Auch die SPD verteidigte den Standort Georg-Heckel-Straße. Dort könne unter anderem wichtiger Raum für die Nachmittagsbetreuung geschaffen werden.