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Streit um Essenslieferanten
Stadtrat stimmt Kita-Kompromiss zu

Der umstrittene Essenslieferant in Saarbrücken wird fünf Kindertagesstätten nicht mehr beliefern. Die Grünen fordern, dass zwei weitere Kitas einen neuen Lieferanten bekommen sollen.
Der umstrittene Essenslieferant in Saarbrücken wird fünf Kindertagesstätten nicht mehr beliefern. Die Grünen fordern, dass zwei weitere Kitas einen neuen Lieferanten bekommen sollen. FOTO: picture alliance / dpa / Patrick Pleul
Saarbrücken. Der Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, dass die Stadt einen Vergleich mit einem Kita-Essenslieferanten schließt. Das Unternehmen, das 16 der insgesamt 21 städtischen Einrichtungen belieferte, soll fünf Kitas nicht mehr versorgen: die Kitas Winterberg, Bruchwiese, Scheidt, Alt-Saarbrücken und Wickersberg (die SZ berichtete). red

Auf Antrag der Grünen-Fraktion hat der Stadtrat zudem mehrheitlich beschlossen, dass die Verwaltung mit der Firma nachverhandelt mit dem Ziel, dass auch die beiden Kitas Brebach und Rußhütte nicht mehr beliefert werden. Die Grünen erklären, die Elternvertretungen der beiden Kitas lehnten die Weiterbelieferung ab. Das hätten sie im Gespräch mit der Fraktion betont. Die Verwaltung hatte den Essenslieferanten am 7. September abgemahnt, nachdem mehrere Kitas Fremdkörper im Essen gemeldet hatten. Danach sei es zu „weiteren berechtigten Beschwerden aus den Einrichtungen gekommen“, sagt Dezernent Thomas Brück (Grüne). Das Unternehmen habe nach eigenen Aussagen inzwischen den wahrscheinlichen Verursacher der Mängel ausfindig gemacht. Der Mitarbeiter sei dort nicht mehr tätig. Brück: „Wir erwarten, dass keine weiteren nennenswerten Mängel auftreten. Ansonsten behalten wir uns weitere Schritte vor.“