Stadt Saarbrücken macht Druck beim Ludwigspark-Umbau

Treffen mit Fans des 1. FC Saarbrücken : Stadt macht Druck beim Ludwigspark-Umbau

Oberbürgermeister Uwe Conradt und der Geschäftsführer der 1. FC Saarbrücken, David Fischer, stellten sich den Fragen der Fans.

Das Wetter passte zum Anlass. Im strömenden Regen stand Oberbürgermeister Uwe Conradt am Samstagnachmittag auf der Baustelle im Ludwigspark Fans des 1. FC Saarbrücken Rede und Antwort. Dabei informierte er über den seit Donnerstag bekannten Anstieg der Baukosten von 41 auf 46,5 Millionen Euro (die SZ berichtete) und über den Fortschritt auf der Baustelle. Zwar gab es einige Zwischenrufe, mit denen Fans ihren Unmut bekundeten, insgesamt verlief die Veranstaltung aber sehr ruhig.

Die abermals gestiegenen Baukosten sind laut Conradt auf verschiedene Dinge zurückzuführen. So seien im Bereich des Baus weitere Kosten von 3,9 Millionen Euro hinzugekommen, im Bereich Spiel- und Stadionbetrieb weitere 1,6 Millionen Euro. Als konkrete Punkte nannte der Oberbürgermeister unter anderem den Austausch des Rasens, der notwendig geworden sei. Auch Zusatzkosten für die Sanierung der Flutlichtmasten seien in den 46,5 Millionen Euro enthalten.

  „Wir sind guten Mutes, dass wir mit diesem Budget einen wesentlichen Beitrag leisten, damit wir diese Baustelle abschließen können. Es ist aber auch klar, dass diese Baustelle immer wieder mit neuen Themen aufwarten kann“, sagte Conradt.

Der nun erforderliche Austausch des Rasens sei ein Beispiel dafür. Daher könne niemand garantieren, dass die Kosten nicht noch weiter steigen. Aktuell laufe die Baustelle unter Volllast. Gerade im Bereich der Funktionsgebäude habe es in den letzten Wochen Fortschritte gegeben und auch in puncto Stadiondach gehe es voran.

„Ich bleibe bei meiner Aussage vom letzten Treffen, dass wir alles tun, damit schnellstmöglich noch in diesem Jahr im Ludwigspark gespielt werden kann. Mehr kann ich leider nicht sagen“, erklärte Conradt.

Zur Frage, ob im Ludwigspark auch gespielt werden könne, wenn die Bauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind, sagte Conradt: „Wir befinden uns dazu in engem Austausch mit dem DFB. Die Maßnahmen, die beispielweise das Spielfeld, Tribünen und Umkleideräume oder auch das Flutlicht betreffen, müssen abgeschlossen sein, um eine Genehmigung für den Spielbetrieb zu erhalten. Bei manchen Nebengebäuden kann man die Frage stellen, ob es möglich ist, mit einer Übergangslösung eine gewisse Zeit zu überbrücken.“

David Fischer, Geschäftsführer des 1. FC Saarbrücken, hatte Conradt an diesem Tag zu den Fans begleitet. Fischer versicherte: „Zunächst einmal sind wir optimistisch, dass die Stadt Saarbrücken das Stadion im Sommer so weit hat, dass wir gegebenenfalls in der 3. Liga hier spielen können.“

Der Verein sei aber dabei, mögliche Optionen für ein Ausweichstadion zu prüfen und einen Plan B zu erarbeiten, der dann greife, wenn der Ludwigspark nicht rechtzeitig fertig werden sollte.

„Der DFB hat klare Vorgaben, die ein Stadion in der Dritten Liga erfüllen muss. Dazu zählen eine Stadionkapazität von 10 000 Zuschauern, im ersten Jahr 1000 überdachte Sitzplätze und eine Flutlichtanlage mit 800 Lux. Diese Bedingungen muss man erfüllen“, erläuterte Fischer.

So sah sie am Samstag aus: die Baustelle im Ludwigspark. Foto: Andreas Schlichter
Der Letzte seiner Art: Im Augenblick steht im Ludwigspark nur noch dieser eine alte Flutlichtmast. Foto: Andreas Schlichter

Konkrete Nachfragen aus der Anhängerschaft zu möglichen Spielorten wollte er nicht beantworten. Nur eines wollte er an diesem Tag bereits verraten: „Es ist auf jeden Fall nicht Lautern.“