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Nach dem Debakel in Dudweiler
Stadt hat 15 000 Reifen entsorgt

Das Altreifen-Lager an der Sulzbachtalstraße gehört der Vergangenheit an.
Das Altreifen-Lager an der Sulzbachtalstraße gehört der Vergangenheit an. FOTO: BeckerBredel
Dudweiler. 20 000 Euro hat die Beseitigung laut Verwaltung gekostet.

Im Stadtbezirk  Dudweiler und darüber hinaus ist es manchmal noch Gesprächsthema, wenngleich es seit mehr als drei Wochen verschwunden ist und ihm niemand eine Träne nachweint: das Altreifen-Lager zwischen  Sulzbachtal- und Sudstraße. Die Stadt Saarbrücken, beziehungsweise der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) ließ den Schandfleck verschwinden (SZ vom 30. November).Dem Besitzer der Reifen war eine Beseitigungsverfügung zugestellt worden mit angeordnetem Sofortvollzug. Die Frist verstrich jedoch, sodass die Stadtverwaltung  selbst tätig wurde und nun darauf hofft, ihr Geld vom Verursacher zurückholen zu können. Man werde alles tun, damit die Kosten der Entsorgung nicht zu Lasten der Allgemeinheit gehen, hieß es seitens der Stadt-Pressestelle. Ob das gelingt, ist allerdings fraglich.



Diese Woche hat sich unsere Zeitung erneut mit der Pressestelle in Verbindung gesetzt um zu erfahren, was die Beseitigung denn eigentlich gekostet hat. Robert Mertes erklärte, dass der städtische Entsorger ZKE 106 Tonnen Altreifen aus Dudweiler abtransportiert hat. Das seien in etwa  15 000 Reifen.  „Die Gesamtkosten für das Verladen, den Transport und die anschließende Verwertung der Altreifen liegen bei knapp über 20 000 Euro“, fügt der Mann aus dem Saarbrücker Rathaus noch hinzu.  Die Stadt werde diese  Kosten  vom Verursacher zurückfordern. Dies geschehe, sobald eine endgültige Abrechnung vorliegt.

Im Übrigen würden die Reifen  von einem  zertifizierten Entsorgungsunternehmen verwertet. „Der ZKE hat die Reifen in ein Zementwerk in der Pfalz geliefert, das diese als Sekundärbrennstoff zur Klinkerproduktion einsetzt“, heißt es abschließend.

(mh)