1. Saarland
  2. Saarbrücken

SPD-Politiker fordern mehr ICE-Verbindungen am Saarbrücker Hauptbahnhof

Bahnverkehr : SPD: Saarbrücken braucht mehr, nicht weniger ICE-Anschlüsse

Die SPD-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat warnt davor, dass die Landeshauptstadt bei den ICE-Verbindungen den Anschluss verliert.

(red) „Saarbrücken und das Saarland dürfen nicht vom überregionalen Zugverkehr abgehängt werden“, sagt Mirco Bertucci. Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion reagiert damit auf die eingeschränkten ICE-Verbindungen am Saarbrücker Hauptbahnhof.

„Seit Jahren, nicht erst seit Corona, schwindet die Anzahl der Fernverbindungen über Saarbrücken. Wir müssen aufpassen, dass diese Entwicklung nicht so weit geht, dass die Landeshauptstadt und damit das gesamte Saarland komplett den Anschluss verliert. Im Gegenteil: Wir brauchen mehr und bessere überregionale Zugverbindungen. Wir brauchen eine Trendwende“, sagt Bertucci.

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Patrick Kratz, fordert, dass Stadt, Land und Bundestagsabgeordnete dafür an einem Strang ziehen. Gründe für Investitionen in den ICE-Standort Saarbrücken und das Streckennetz gebe es zur Genüge: „Wir profitieren enorm von Anschlüssen an nationale wie internationale Wirtschafts- und Kulturzentren. Gleichzeitig fördern regelmäßige Verbindungen unsere eigene wirtschaftliche Attraktivität und bieten in Zeiten des Klimawandels Argumente, das Auto mal stehen zu lassen.“ Auch der Nahverkehr dürfe nicht zu kurz kommen, sagt Kratz und erklärt, der Reiz solcher ICE-Verbindungen hänge am Ende auch an funktionierenden Anschlüssen zu Regionalbahnen und städtischen Angeboten.

Bertucci und Kratz fordern,  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer solle sich nicht nur um das „Mautdebakel und Bayern kümmern, sondern um gute und klimafreundliche Verkehrsmittel für alle“.