1. Saarland
  2. Saarbrücken

SPD fordert bessere Sozialarbeit für die Szene an der Johanneskirche

Saarbrücken : SPD will gute Sozialarbeit für Leute an der Johanneskirche

Menschen mit Suchtproblemen und andere sogenannte Randständige treffen sich an der Johanneskirche. Die SPD fordert mehr Hilfe für diese Menschen.

(red) „Wir brauchen dringend eine bessere professionelle Betreuung der Szene an der Johanneskirche“, sagt Sascha Haas, SPD-Sozialpolitiker aus St. Johann. „Es gibt dort ganz unterschiedliche Personengruppen, und für alle braucht man eine angemessene Antwort.“ Haas, der die Menschen dort aufgrund seines Engagements bei der Essensausgabe im Kirchgarten gut kennt, sieht die Sozialarbeit am Zuge. „Es ist gut, dass die lange vakante Stelle des Streetworkers im städtischen Amt für soziale Angelegenheiten demnächst wieder besetzt wird. Aber ich gehe davon aus, dass das den Bedarf noch lange nicht deckt. Ein Streetworker muss sich mit den Menschen, mit ihren ganz konkreten Problemen beschäftigen können. Das braucht viel Zeit.“

Haas nennt gesundheitliche Vorbeugung, den Umgang mit Alkoholismus, Wohnungslosigkeit, gescheiterten Lebensentwürfen, das Schlichten von Streitigkeiten. „Was auf die professionelle Sozialarbeit zukommt, ist sehr anspruchsvoll. Aber es ist wichtig, dass die Menschen professionell betreut werden – auch um die Ehrenamtlichen, wie die Aktiven von ,Ingos Kleiner Kältehilfe’, und die Nachbarn, wie etwa die evangelische Kirchgemeinde, zu entlasten.“ Wegen der Randständigen an der Johanneskirche seien viele mit harten Maßnahmen schnell bei der Hand. Haas nennt den Wahlkampf-Vorschlag von Uwe Conradt, die Wartehäuschen der Saarbahn abzumontieren oder die Vorstellung einer Bürgerinitiative, die Essensausgabe im Kirchgarten sei das zentrale Problem. „Das ist verlockend, löst aber kein einziges Problem.“ Bei Straftaten, etwa dem Verkauf illegaler Drogen, sei natürlich die Polizei am Zuge. Für die allermeisten Menschen dort gelte das aber nicht.