Sparkasse Saarbrücken spendet an viele Vereine

Sparkasse zu Ermittlungen gegen Bürgermeister Latz : Sparkasse sagt nichts zu Spenden

Vorstandsvorsitzender Sander: Fast an jeden Verein bereits gespendet

  Hans-Werner Sander versteht das Interesse daran, wem sein Unternehmen etwas spendet. Aber leider könne er darüber keine Auskunft geben, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Saarbrücken. Träger der Sparkasse ist zwar der Sparkassenzweckverband, dem als Mitglieder der Regionalverband Saarbrücken, die Stadt Saarbrücken und die Stadt Völklingen angehören. Aber auch wenn die Bank damit ein öffentliches Unternehmen ist, gelte die Datenschutzgrundverordnung. Das bedeutet: Wenn ein Spendenempfänger nicht ausdrücklich zustimmt, sagt die Sparkasse nichts zu Höhe und Adressat der Spende.

Anlass von Sanders Erklärung ist eine Spende, die nach SZ-Informationen an die Saarbrücker Denkwerkstadt geflossen ist. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Saarbrückens Bürgermeister Ralf Latz eingeleitet (die SZ berichtete). Latz, so lautet der Anfangsverdacht, habe dem Verein, dessen Präsidentin seine Frau ist, eine Summe von 4000 Euro zukommen lassen. Es sei kein Geld aus der Stadtkasse geflossen, versichert Latz. Ob das Geld für ein Buchprojekt des Vereins von der Sparkasse kam, lässt der Chef Sander offen. Aber wenn Geld geflossen wäre, dann nicht für ein Buchprojekt, sondern für die gemeinnützige Arbeit des Vereins, sagt er. Generell sei es so, dass die Sparkasse „keine Spenden für wirtschaftliche Aktivitäten mit Gewinnerzielungsabsicht“ verteilt. Man fördere nur gemeinnützige Organisationen, die ein Konto bei der Sparkasse haben, „vom Kaninchenzucht- bis zum Sportverein“, sagt Sander. „Es gibt fast keinen Verein im Regionalverband, an den wir nicht schon mal etwas gespendet haben.“ Über Spenden entscheide alleine der Vorstand.

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