Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:27 Uhr

Ab in den Ruhestand
„Sozialpolitischer Langstreckenläufer“

St. JOhann. Mit einer kleinen Feier in der Johanneskirche verabschiedete die Diakonie Saar ihren Geschäftsführer Wolfgang Biehl in den Ruhestand. Von Anna Kathrin Marx

Sektempfang und kaltes Buffet am Freitag in der Johanneskirche. Die Band spielt Frank Sinatras „Fly me to the moon“ (Flieg’ mich auf den Mond).   Ein Beamer zeigt Fotos aus dem Leben und der Arbeit von Wolfgang Biehl. Der Soziologe geht nach über 25 Jahren als Geschäftsführer der Diakonie Saar in den Ruhestand. In offiziellem, aber doch recht familiär wirkenden Rahmen, wird er verabschiedet. Bis Donnerstag war er im Amt. Zum Abschied unterstreicht er, was wichtig ist in seinem Job. „Die Not wird größer“, sagt Biehl und betont, es sei wichtig, sich mit sozialpolitischen Themen zu befassen. Die Gäste applaudieren im Stehen.

„Wolfgang Biehl ist die Werteorientierung“ , sagt Diakoniepfarrer Udo Blank über seinen jahrzehntelangen Mitstreiter und Freund und ist überzeugt, dass kein Geschäftsführer so tief geprägt  habe wie er. Die Diakonie Saar von 1992 vor ihm, sei mit der heutigen nicht mehr zu vergleichen, sagt Superintendent Christian Weyer. Sie ist größer, stabiler und seit 2007 auch eine eingetragene GmbH. Was nicht zuletzt durch Biehls Aufbau des Qualitätsmanagements, dass er zur Zertifizierung geführt hat, bedingt sei.

Im Laufe seines Berufslebens hatte Biehl unzählige Ämter und Funktionen inne, dass es sich liest wie eine Anthologie zu einem der Grundleitsätze der diakonischen Arbeit: „Deine Sache aber ist es, für Recht zu sorgen. Tritt für alle ein, die sich selbst nicht helfen können. Nimm die Armen und die Schwachen in Schutz.“ [Sprüche 31,8]

Die Verlässlichkeit seines Wortes, die Konsequenz in seinem Handeln und ein hohes Maß an Organisation zeichnen ihn aus. Vor allem aber, genießt er das Vertrauen der Personen, die mit ihm zusammenarbeiten. Seine Arbeit wird auch in den kommenden Jahren noch richtungsweisend sein.

Sozialministerin Monika Bachmann sagt über Biehl, er sei ein  „wichtiger Impulsgeber, Ideengeber und ein hartnäckiger, wenn auch manchmal unbequemer, Verhandlungspartner. Und genau so soll es sein!“ In der „Rolle als Antreiber“, habe er den Dialog immer konstruktiv geführt.  Sein Sohn Tim Biehl arbeitet in Bachmanns Ministerium. 

Er ist ein „sozialpolitischer Langstreckenläufer“, sagt Diakonie RWL-Vorstand Thomas Oelkers. Ein geeignetes Bild, um den „langen Atem“, der für eine solche Arbeit unabdingbar ist, zum Ausdruck zu bringen.

Als „Überzeugungstäter“, wie Udo Blank ihn nennt, wird Biehl seinen Kollegen zwar auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Allerdings versichert Blank, dass Biehl die Verantwortung nun loslassen könne und ein Team hoch motivierter Menschen weiter an dem arbeitet, was bisher geschaffen wurde.

Was Wolfgang Biehl am meisten an seinem aktiven Dienst vermissen werde? Die Tagesstruktur!