Toleranz und Verständigung Preis für Tanz-Theater, das Grenzen überwindet

Saarbrücken · Das Tanztheaterprojekt „Passagen in Portbou“ erhält den Sonderpreis „Jugend und Städtepartnerschaften“ des saarländischen Europapreises. Das Dekanat Saarbrücken und Beteiligte am Programm „Junge Botschafter Saarbrücken-Nantes“ entwickelten mit Jugendlichen aus mehreren Ländern ein Tanztheater.

 „Premiere in Portbou“ ist in einer weiterentwickelten Fassung demnächst als Teil des Festivals Perspectives zu sehen.

„Premiere in Portbou“ ist in einer weiterentwickelten Fassung demnächst als Teil des Festivals Perspectives zu sehen.

Foto: Dekanat Saarbrücken

Die Begegnung von jungen Leuten zwischen elf und 21 Jahren aus verschiedenen Ländern und Religionen soll zur länderübergreifenden Verständigung beitragen. 2018 waren erstmals neben jungen Lothringern Jugendliche aus der Partnerstadt Nantes beteiligt. Einbezogen waren die jungen Botschafterinnen aus Nantes und Saarbrücken. Insgesamt haben 63 Kinder und Jugendliche zwischen elf und 21 Jahren aus Saarbrücken, Nantes, Lothringen, Sarajevo und Katalonien teilgenommen. Unter Anleitung eines internationalen Teams entwickelten die Jugendlichen die 60-minütige Tanzperformance „Passagen in Portbou“ und führten sie am 6. Juli 2018 auf. Sie greift neben Flucht und Asyl die Geschichte des deutschen Philosophen Walter Benjamin auf, der 1940 auf der Flucht vor den Nazis in Portbou starb. Das Preisgeld von 1000 Euro dient der Fortsetzung des Projektes. Bei einem Tanzcamp in Spichern entwickeln die Jugendlichen das Stück weiter und führen es dann beim Festival Perspectives auf.

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