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Verbraucherzentrale
So spart man Geld beim Heizen

Ist die Heiztechnik veraltet oder falsch eingestellt, kann das für den Verbraucher schnell teuer werden. Experten geben Tipps zur richtigen Sanierung.
Ist die Heiztechnik veraltet oder falsch eingestellt, kann das für den Verbraucher schnell teuer werden. Experten geben Tipps zur richtigen Sanierung. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Saarbrücken. Die Verbraucherzentrale des Saarlandes erklärt in fünf Schritten, wie man seine Heizung optimiert. Experten geben dazu fachkundige Tipps.

Der Frühling ist die beste Zeit, mit der alten und ineffizienten Heizung Schluss zu machen und mit der Planung einer neuen Heizung zu beginnen. Diplom-Physiker Helmut Pertz, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes zählt die fünf wichtigsten Maßnahmen zur Modernisierung der Heizungsanlage auf.
Ein effizienter Heizkessel: Erhebungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale ergaben, dass allein der Austausch eines alten Heizkessels gegen einen zeitgemäßen den Brennstoffverbrauch durchschnittlich um 15 Prozent reduziert. Die Kombination mit zusätzlichen Maßnahmen kann das Einsparpotenzial um weitere 15 Prozent steigern. Daher sollte beim Einbau eines neuen Heizkessels stets die gesamte Anlage optimiert werden.
Der hydraulische Abgleich: Mit dem hydraulischen Abgleich passt der Fachmann den Warmwasserdurchfluss in den Heizkörpern an.
Eine effiziente Umwälzpumpe: Der Einbau von Hocheffizienzpumpen verringert den Energieverbrauch weiter. Werden alte Umwälzpumpen ersetzt, reduziert das den Stromverbrauch der Heizung um bis zu 80 Prozent.
Die richtige Einstellung: Ist der Fachmann einmal im Haus, sollte er auch die Regelungseinstellungen optimieren. Eine Heizung, die auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt ist, verbraucht deutlich weniger Öl oder Gas als eine, die mit Werkseinstellungen läuft.
Gut eingepackt: Eine vollständige und ausreichend dicke Dämmung der Rohre und Armaturen erhöht die Effizienz der Heizung ebenfalls. Ist die Dämmung nicht schon beim Einbau der Heizanlage erfolgt, kann auch nachträglich gedämmt werden. Es gibt Anlagen, bei denen der Wärmeverlust die Hälfte des eingesetzten Brennstoffs ausmacht.


Das konkrete Einsparpotenzial eines Haushaltes kann nur individuell eingeschätzt werden. Unterstützung finden Verbraucher bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Woran kann man erkennen, ob die Technik veraltet ist? „Tätig werden sollten vor allem die Verbraucher, die sehr hohe Temperaturen im Heizraum haben“, sagt Helmut Pertz. Oft sind die fehlende Dämmung oder zu hohe System-Temperaturen die Auslöser. Auch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in Wohnräumen legen den Optimierungsbedarf einer Heizung nahe. Strömungsgeräusche und ein auffälliger Wasserverlust sowie Heizkessel mit dem Effizienz-Label Klasse C oder schlechter lassen ebenfalls auf eine veraltete Technik schließen. Seit 2016 müssen Schornsteinfeger Heizkessel mit einem entsprechenden Effizienz-Label kennzeichnen.

Termine zur persönlichen Beratung können unter (0800) 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden.