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So schneidet man seine Hecke im Garten richtig - Tipps vom Profi

Kostenpflichtiger Inhalt: Tipps vom Gartenprofi : Hecken schneiden leicht gemacht

Wann ist der beste Zeitpunkt, in welche Form schneidet man, worauf sollte man achten? Ein Experte beantwortet die wichtigsten Fragen.

Konisch oder gerade, zehn oder zwanzig Zentimeter Rückschnitt, März oder Juli? Es gibt einige Fragen, die sich beim Heckenschnitt stellen. Robert Kadros von der Baumschule Leick in Merzig weiß: „Das wichtigste ist, sich Zeit zu nehmen. Man will ja, dass die Hecke nachher anständig aussieht.“ Und dafür gilt es, einige wenige Dinge zu beachten.

Vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist ein regelmäßiger Nachschnitt der Hecken wichtig, da so der Nachwuchs angeregt wird und die Pflanze dichter wächst. Immergrüne Nadelhölzer schneidet man in der Regel einmal jährlich. Viele Gärtner empfehlen hierfür eine konische, also nach unten breiter werdende Form. Das gewährleistet eine ausreichende Versorgung der unteren Triebe mit Sonnenlicht. Außerdem entspricht diese Schnittform auch dem natürlichen Wuchs beispielsweise einer Thujapflanze. „Nadelhölzer sollte man nur einmal pro Jahr im Juli schneiden“, sagt Kadros.

Auch immergrüne Laubgehölze wie der beliebte Kirschlorbeer brauchen nur einen Schnitt pro Jahr. Schneidet man häufiger, läuft man Gefahr, dass die Hecke nicht mehr ordentlich austreibt und unschöne Lücken entstehen. Ein konischer Schnitt ist nicht nötig. Sommergrüne Laubhecken wie etwa der Liguster sind pflegeintensiver. Hier sind zwei Schnitte pro Jahr angesagt. Konische Formen sind bei dieser Pflanzenart ebenfalls nicht nötig. Zu beachten ist aber die Nistzeit von Vögeln, deshalb sollte man das Nachschneiden auf Ende Juli verlegen.

„Beim leicht pyramidenförmigen Schnitt von Nadelhecken sollte man maximal fünf bis zehn Zentimeter wegschneiden“, sagt Gartenexperte Kadros. „Man führt die Heckenschere am Besten von oben nach unten. Außerdem sollte die Schere gut geschärft sein, damit man klare Schnittkanten hat.“ Auch in Sachen Sicherheit weiß Kadros Rat. „Wenn man hohe Hecken nachschneidet, braucht die Leiter einen sicheren Stand. Außerdem sollte man seine Heckenschere immer zweihändig führen.“ Zusätzlich sind Handschuhe und Schutzbrille angesagt, um sich nicht an umherfliegenden Holzsplittern zu verletzen. Verwendet man ein motorbetriebenes Model ist zusätzlicher Gehörschutz nötig. Arbeitet man mit einer elektrischen Heckenschere darf das Kabel nicht in den Weg geraten. Kadros empfiehlt daher akkubetriebene Geräte. „Die halten vier bis fünf Stunden, man hat kein Kabel im Weg“, sagt er.