Silvester hinterlässt im Regionalverband Saarbrücken tonnenweise Müll

Nach der großen Silvesterparty im Regionalverband : Sonderschicht wegen tonnenweise Müll

Silvesterschutt noch und nöcher: Raketenreste, Böllerüberbleibsel, leere Sektflaschen und benutzte Plastikbecher. Für die Entsorgungsbetriebe ist dies ein Kraftakt am Feiertag – und danach.

Ausgelassene Partystimmung an Silvester unter freiem Himmel – der Tag danach ist für die Mitarbeiter der Reinigungsdienste in den Städten und Gemeinden des Regionalverbands Saarbrücken eine Herausforderung gewesen. Denn die Müllberge auf Wegen, Plätzen und Straßen türmten sich, die Feiernde arglos in der Nacht auf Neujahr zurückgelassen haben. An vielen Stellen wäre danach kaum ein Durchkommen, wenn die Angestellten kommunaler Betriebe am Feiertag keine Sonderschichten eingelegt hätten, berichten Sprecher in Rathäusern.

Trotz des verstärkten Einsatzes reiche ein Tag vielerorts gar nicht aus, den ganzen Dreck beiseitezuschaffen. Denn etliche Tonnen Unrat seien da zusammengekommen, die gleich lasterweise weggekarrt werden mussten. Gleichzeitig waren überquellende Eimer zu leeren, zeigten sich zudem viele Containerstellen für Altglas wie eine Müllkippe mitten im Ort.

■ Saarbrücken: Hier waren gleich 16 Mitarbeiter des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) am 1. Januar unterwegs, berichtet ZKE-Sprecher Otto Drossel. Ihr Dienst begann um 6 Uhr. Bis Mittag waren sie am Werk, um Böllerreste und Überbleibsel einer feucht-fröhlichen Nacht zu beseitigen. Üblicherweise seien 14 Kollegen unterwegs. Bis 15.30 Uhr kümmerten sich zwei Kollegen darum, „auch die letzten Reste zu beseitigen“, schreibt Drossel. 15 Kubikmeter, etwa 15 Tonnen Müll, seien dabei zusammengekommen, so viel wie in den Vorjahren auch.

■ Völklingen: Hier legten ebenfalls 16 Reiniger des Fuhrparks um 6 Uhr los. Den gesamten Tag sollen sie im Einsatz gewesen sein, berichtet Stadtpressesprecher Uwe Grieger. Waren es seinen Angaben zufolge in den Vorjahren überwiegend abgebrannte Raketen und sonstiger Feuerwerksschutt, sollen einige die Feiertage genutzt haben, um sonstigen Müll mir nichts, dir nichts loszuwerden.

■ Püttlingen: Entspannter ging’s hingegen in Püttlingen zu. „Die Anlieger haben weitgehend ihren Müll selbst entfernt“, meldet Sprecher Claus Pöß. Und auch sonst sei weniger Unrat zusammengekommen. Das sollen Bauhof-Mitarbeiter festgestellt haben, die mit einem Laster als Aufräumdienst unterwegs waren.

■ Heusweiler: Rathaus-Mitarbeiterin Christine Keßler bilanzierte ebenfalls einen recht ruhigen Verlauf der Silvesterfeiern im Freien. „Bei uns in Heusweiler hielt sich alles im Rahmen. Es gab keine außergewöhnliche Verschmutzung.“

■ Großrosseln: Weniger Knallerei, davon geht Großrosselns Rathaus-Sprecher Eduard Rupp aus. Hier „hielt es sich diesmal sehr im Rahmen“. „Die Leute haben vielleicht nicht ganz so viel geschossen und dann auch selbst gekehrt.“ Ein Zweierteam auf einem Transporter habe ausgereicht, um die Spuren der Silvesternacht zu beseitigen.

■ Quierschied: „Auf dem Marktplatz im Gemeindebezirk Göttelborn mussten die Mitarbeiter des Bauhofes weitaus mehr Silvestermüll entfernen als in den vergangenen Jahren“, berichtet Birgit Biehl. Sie ist Fachdienstleiterin im Quierschieder Rathaus. Ähnlich sah es auf dem Triebener Platz in Quierschied selbst aus. Im Gegensatz dazu präsentierte sich Fischbach-Camphausen. Da seien die Kollegen ähnlich zu Werke gegangen wie in den Vorjahren.
■ Friedrichsthal: Dort gab es einen neuralgischen Punkt in der Saarbrücker Straße, wo gleich fünf Mitarbeiter über eine Stunde eingespannt waren, heißt es. Dabei seien rund zwei Kubikmeter zusammengekommen, sagt Pressesprecher Christian Jung. Das sei der „dickste Brocken“ gewesen.

 Sulzbach: Auf zwei wesentliche Bereiche stürzten sich städtische Mitarbeiter in Sulzbach: Acht von ihnen waren nach Angaben von Sulzbachs Pressesprecher Elmar Müller damit befasst, Wege vom Müll zu befreien. Vier weitere gingen an die Container-Stellplätze und Abfalleimer ran. Zwischen zehn und zwölf Kubikmeter trugen sie bei dieser Arbeit zusammen.

Angaben aus Riegelsberg und Kleinblittersdorf lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor.

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