| 21:23 Uhr

Es geht um die Zukunft von Sulzbach
Sie wollen die Stadt ins rechte Licht rücken

Sulzbach. SMS-Sprecher Björn Wacket erklärt die weitere Vorgehensweise des Stadtmarketings.

Björn Wacket strahlte förmlich mit seiner stahlgrünen Krawatte um die Wette. Das erste Treffen des neuen Stadt-Marketings Sulzbach (SMS) am Mittwoch in der Aula war ein guter Start einer neuen Bewegung mit vielen Zielen. „Die Bereitschaft ist da, Sulzbach in ein besseres Licht zu rücken. Ich bin der Meinung, dass wir hier etwas Tolles auf die Beine stellen können. Es gibt in Sulzbach eine Aufbruchstimmung“, sagte Wacket, einer der Initiatoren, „ob SMS ein Erfolg wird und Fahrt aufnimmt, werden wir erst im Sommer wissen. Aber die Resonanz zeigt mir, dass es in Sulzbach Menschen gibt, die etwas bewegen wollen.“


20 Gewerbetreibende aus der Stadt hatten ihr Kommen angekündigt, für 40 war im kleinen Sitzungssaal bestuhlt, über 70 Personen nahmen am Ende an der Informationsveranstaltung in der Aula teil. „Wir wollen uns künftig am ersten Montag jeden Monats im Salzbrunnen-Carrée zu einem Jour-Fixe treffen und dort die verschiedenen Projekte besprechen und neue Ideen aufzunehmen“, sagte Wacket: „Wir wollen in Sulzbach eine Community entstehen lassen.“

Zu den ersten Projekten gehört die Erstellung eines Katasters, wer in Sulzbach eigentlich welches Gewerbe betreibt. Ein gemeinsamer Internetauftritt soll entstehen, der auch mit der Seite der Stadtverwaltung verlinkt wird. Eine Broschüre soll aufgelegt werden, um Besuchern und Kunden die Möglichkeiten und Angebote aufzuzeigen. Vieles will man mit der Verwaltung gemeinsam angehen und mit dem neuen Stadtmanager.

Der heißt Stefan Wacket, ist Björn Wackets Vater und ließ sich am Mittwoch wegen einer Erkältung entschuldigen. Wenn der bisherige City-Manager Dieter Heckmann in den saarländischen Landtag nachrückt, soll Stefan Wacket sein Nebenamt aufnehmen - also in wenigen Monaten. Anders als der hauptamtliche Heckmann bezieht der neue Stadtmanager nur eine Aufwandsentschädigung. Man spart also alleine dadurch einen hohen fünfstelligen Betrag, der nun auch für Stadtmarketing eingesetzt werden könnte. „Wir glauben mit dem neuen Stadtmanager den richtigen Mann gefunden zu haben, alle Aktivitäten zu bündeln“, sagte Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam vor dem SMS-Treffen, „Sulzbach ist noch immer eine Einkaufstadt. Es geht darum, die Einzelhandelsgeschäfte durch entsprechende Rahmenbedingungen zu stärken und neue Initiativen zu ergreifen.“

Weitere Verbesserung der Sauberkeit, Verminderung von Leerständen, Verbreiterung des Branchenmixes, Ansiedlung neuer Gastronomien oder der Bau eines Hotels - die Gesprächsinhalte des Abends sind nicht ganz neu. Dass man die Probleme jetzt gemeinsam angehen will aber schon.



Auch das Erscheinungsbild der Kommune  nach außen soll aufpoliert  werden  - dabei sind nicht nur die Fassaden in der Sulzbachtalstraße gemeint. Die Idee einer gemeinsamen Radiowerbung machte die Runde. „Dabei sollen die größeren Unternehmen die kleineren mit einem bescheideneren Werbeetat unterstützen“, sagte Björn Wacket, „es gibt sicher Dinge, an denen es uns mangelt, aber wir haben in Sulzbach auch einiges zu bieten“, sagte er, und: „So lange wir Unternehmer sind im Ort, so lange wollen wir was verändern.“

(cor)