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SHG räumt den Sonnenberg für Corona-Patienten teilweise

Kostenpflichtiger Inhalt: Mehr Betten für Infizierte : SHG räumt den Sonnenberg für Corona-Patienten teilweise

Die Corona-Krise verlangt nach immer mehr Betten. Nun sollen die SHG auch auf dem Saarbrücker Sonnenberg Corona-Patienten behandeln.

Intensivbetten, Schutzausrüstung, Personal – die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) sieht sich an ihren Krankenhausstandorten in Saarbrücken, Völklingen, Merzig und Idar-Oberstein aufs erste gut gerüstet, klinisch behandlungsbedürftige Covid-19-Patienten aufzunehmen und zu versorgen. „Wir haben uns in Abstimmung mit allen Beteiligten bestmöglich vorbereitet und legen täglich weiter nach. Wir sind bereit, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles zu tun, was in unserer Macht steht, um der Corona-Pandemie professionell zu begegnen“, erklärt SHG-Geschäftsführer Bernd Mege, in einer Pressemitteilung der Kliniken.

Mit dem Ziel, leichte Corona-Fälle aufnehmen zu können, räumt die SHG derzeit im Bereich der Kliniken Sonnenberg das Arbeits- und Trainingszentrum ATZ und die Fachklinik Tiefental schrittweise. „Die Präventiv-Maßnahme erfolgt auf Wunsch der Landesregierung“, teil die SHG mit. Zudem werden auf dem Sonnenberg Intensiv-Kapazitäten vorbereitet. Insgesamt sind es 150 Betten, die dann für Corona-Patienten zur Verfügung stehen, wie ein Sprecher der SHG-Klinken am Sonntagmittag mitteilte. Eine weitere Maßnahme ist die Errichtung einer vom übrigen Klinikbetrieb separaten Isolationsstation mit 22 Plätzen zur Aufnahme von Covid-19-Patienten an den SHG-Kliniken Völklingen. Die Betten sind wie auf einer Intensivstation mit Monitoring zur Überwachung des Gesundheitszustandes der Patienten ausgestattet und erhalten Beatmungsgeräte. Die Einrichtung geht ab Montag, 23. März, in Betrieb und wird vom Chefarzt des Lungenzentrums Saar, Professor Dr. Harald Schäfer geleitet. Der Station vorgeschaltet ist ein Zelt als Warte- und Aufnahmebereich, das die Kranken- und Rettungsdienste auf gesonderten Wegen anfahren.

Am Klinikum Merzig stehe in Kürze ebenfalls eine Isolationsstation zur Aufnahme von Covid-19-Patienten bereit. Sie sei für Patienten mit milderem Krankheitsverlauf gedacht, die nicht in häuslicher Quarantäne bleiben können. Die Aufnahme erfolge getrennt vom sonstigen Patientenverkehr über ein Zelt, das vom Technischen Hilfswerk zur Verfügung gestellt wurde. Niedergelassene Ärzte und weiterer Partner helfen dabei. Weil die aktuellen Ausgangsbeschränkungen Familien nicht immer leichtfallen dürften: Bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie im SHG-Klinikum Merzig gibt es ab Montag, 23. März, ein „Krisentelefon zur Coronakrise“. Kinder, Jugendliche und Familien erhalten dort Rat bei emotionalen, sozialen oder psychischen Problemen, die sich aus der aktuellen Krisensituation ergeben. Erfahrene Fachleute stehen täglich von 9 bis 17 Uhr unter den Telefonnummern (0 68 61) 7 05 17 51 und (0 68 61) 7 05 19 91 bereit. Auch per E-Mail kann man sich melden und Fragen stellen: krisenberatung-kjp@mzg.shg-kliniken.de

Die Krankenpflegeschulen an allen Standorten haben ihren Unterricht ausgesetzt. Die Pflege-Schülerinnen und -Schüler der SHG Bildung, im Saarland rund 250, machen ihre praktische Ausbildung weiter vor Ort und helfen so bei der Verstärkung des klinischen Personals.