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Serie von Erpressungsversuchen im Saarland und Österreich geklärt

Spezialkräfte im Einsatz : Serie von Erpressungsversuchen im Saarland und in Österreich geklärt

Der Tatverdächtige hatte gedroht, Geschäftsgeheimnisse zahlreicher Firmen öffentlich zu machen. Die Polizei suchte den 45-Jährigen außerdem wegen eines Tankstellenüberfalls.

Ein 45 Jahre alter Mann soll im Februar dieses Jahres einem saarländischen Unternehmen per E-Mail mit der Veröffentlichung von Geschäftsinterna gedroht haben. Laut Landespolizeipräsidium wollte der Erpresser die Firma zu Zahlungen in Form der Digitalwährung Bitcoin zwingen. Im Zuge der Ermittlungen sei der dringend Tatverdächtige am 14. März in einer Ferienwohnung im Saarpfalz-Kreis durch Spezialkräfte festgenommen worden, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Bereits im Jahr 2019 soll der aus Illingen stammende Deutsche versucht haben, fünf mittelständische Unternehmen im Saarland auf die gleiche Weise zu erpressen. In allen Fällen habe er gefälschte Internetseiten erstellt, um anschließend mit der Veröffentlichung der Seiten zu drohen. Wie die Auswertung eines sichergestellten Computers ergab, hatte der Tatverdächtige außerdem für über 300 in Österreich ansässige Firmen ebenfalls ähn-liche Fakeseiten erstellt. In den meisten Fällen sei es jedoch nicht zur Zahlung der geforderten Summen gekommen.

Nach Polizeiangaben wurde dem bereits in Untersuchungshaft sitzenden Mann an diesem Mittwoch der Haftbefehl wegen Erpressung in einem besonders schweren Fall verkündet. Mit der Festnahme am 14. März vollstreckten die Beamten demnach gleichzeitig einen weiten Haftbefehl – wegen eines Tankstellenüberfalls in Friedrichsthal. Nach dem Überfall, bei dem der 45-Jährige Januar 2019 Bargeld erbeutete, hatte er Kleidung und eine Tasche in der Nähe des Tatortes zurückgelassen. An den Gegenständen gesichertes DNA-Material führte die Ermittler zu dem Mann. Die Ermittlungen dauern laut Polizei an.