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Seniorenpflegeheime im Saarland sind wieder coronafrei

Zuvor 98 Tote : Seniorenpflegeheime im Saarland sind coronafrei

Die rund 150 Seniorenpflegeheime im Saarland sind aktuell wieder frei von Corona-Fällen. Das gab Abteilungsleiter Bernd Seiwert vom saarländischen Sozialministerium jetzt vor dem Landesseniorenbeirat bekannt.

Zuvor waren nach seinen Angaben seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 98 der insgesamt bisher bekannten 177 Corona-Todesfälle im Saarland in Heimen gezählt worden. Der Ministeriums-Sprecher verwies darauf, dass es anfangs „Riesenprobleme mit Hygienematerial in den Heimen“ gegeben habe. Inzwischen griffen aber erfolgreich die neuen Konzepte mit Besucher-Einschränkungen, Abstand halten, Mund-Nasenschutz-Masken und besserer Desinfizierung. Auch halte die Digitalisierung in den Altenheimen mehr und mehr Einzug.

„Ein totales Abschotten der älteren Menschen von ihren Angehörigen geht aber nicht“, betonten Seiwert und der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates, Lothar Arnold. „Schutz vor Corona-Infektionen ist sehr wichtig, aber man kann auch krank vor Einsamkeit werden“, mahnten sie. Bei aktuell etwa nur halb so vielen Corona-Neuinfektionen im Saarland wie im umliegenden Grenzbereich hoffe man, dass es zu keinem neuen Lockdown komme. Der Landesseniorenbeirat appellierte zudem an die Landesregierung, die Voraussetzungen zur finanziellen Förderung von Nachbarschaftshilfen (125 Euro pro Monat ab Pflegestufe eins) zu lockern und zu entbürokratisieren. So sei unter anderem unverständlich, warum für bezahlte Nachbarschaftshelfer ein polizeiliches Führungszeugnis und eine private Unfallversicherung nötig seien. Unter dem Dach des Landesseniorenbeirates sollen künftig auch noch mehr Seniorensicherheitsberater in den Saar-Kommunen ihre Arbeit aufnehmen. Neu in den Vorstand des Landesseniorenbeirates wurden Karin Ecker (Spiesen-Elversberg) und Hans Bur (St. Ingbert) gewählt.