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Seit Samstag ist der Regionalverband Saarbrücken Corona-Risikogebiet

Pandemie-Entwicklung im Regionalverband : Regionalverband ist Corona-Risikogebiet

Am Samstag gab’s 46 neue Infektionen, am Sonntag zehn und eine Kita-Quarantäne. Die Inzidenz liegt heute bei 55,7.

Zum Corona-Risiko-Gebiet wurde der Regionalverband (RV) Saarbrücken am Samstag, 17. Oktober. Denn das Gesundheitsamt des RV registrierte allein am Samstag (bis 17 Uhr) 46 neue Corona-Infektionen. Damit stieg die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100 000 Einwohner (die Sieben-Tage-Inzidenz) am Samstag auf 53,5 – also über die entscheidende Marke von 50. Oberhalb der 50 gilt eine Verwaltungseinheit (Stadt, Kreis, RV) als Risikogebiet.

Am Donnerstag lag die Inzidenz-Zahl im RV noch bei 27,1 – am Freitag kletterte sie auf 38,3 und überschritt damit die im Saarland als erste kritische Marke geltende 35.

Danach mussten die Stadt Saarbrücken und der RV handeln: Sie verschärften ihre Corona-Vorschriften und machten dies in gleichlautenden Allgemeinverfügungen bekannt (die SZ berichtete). Aber nachdem am Samstag die Inzidenz-Zahl den nächsten Schwellenwert – nämlich die 50 – überschritt, sind die Vorschriften vom Freitagabend bereits wieder überholt.

Wie die Pressestelle des RV am Sonntagabend mitteilte, greifen seit Sonntag, 18. Oktober, 20 Uhr, die Regeln, die in der  neuen Corona-Verordnung der Landesregierung vom  Samstag, 17. Oktober, festgelegt sind.

Das Wichtigste in Kürze: Bei privaten Zusammenkünften sind nur noch zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum und zehn Teilnehmer im privaten Raum aus höchstens zwei Hausständen oder aus dem familiären Bezugskreis erlaubt.

Auch im öffentlichen Raum dürfen sich höchstens zehn Personen zusammen aufhalten. Für Veranstaltungen gilt die Obergrenze von 100 Teilnehmern, in der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Der Verkauf von Alkohol ist von 23 bis Uhr verboten.

Die Maskenpflicht wird erweitert und gilt auch bei öffentlichen Veranstaltungen, in Gaststätten außerhalb des zugewiesenen Platzes sowie für Besucher von Sportplätzen, Kirchen, Moscheen und Synagogen.

Die Pressestelle des RV betont: „Die Regelungen werden erst dann außer Kraft gesetzt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Steigt der Wert weiter an, können die Regeln weiter verschärft werden. Zum Beispiel kann die Maskenpflicht auf belebte öffentliche Plätze ausgeweitet und im Kontaktsport können weitere Einschränkungen eingeführt werden.“

Am Samstag durften 5 Personen ihre Quarantäne beenden. Daher galten am Samstagabend 205 Menschen im RV als coronainfiziert. 94 in Saarbrücken, 48 in Heusweiler, 23 in Völklingen und 40 in den sieben anderen Umlandkommunen.

Am Sonntag, 18. Oktober, registrierte das Gesundheitsamt des RV 10 weitere Corona-Infektionen (Stand 17 Uhr). Damit stieg die Inzidenz-Zahl (von 53,5 am Samstag) auf 55,7 am Sonntag. Gleichzeitig durften am Sonntag

aber auch 16 Personen ihre Quarantäne beenden. Daher galten am Sonntagabend nur noch 199 Menschen im RV als coronainfiziert, 93 in Saarbrücken, 40 in Heusweiler, 25 in Völklingen und 41 in den sieben weiteren Umlandkommunen.

Nach einem Corona-Fall in der Gersweiler Kita Krabbelkiste hat das Gesundheitsamt dort alle Kinder sowie das Personal – insgesamt 37 Personen – bis 27. Oktober in Quarantäne geschickt. Alle Kontaktpersonen werden jetzt getestet.

Von Beginn der Pandemie bis zum Sonntagabend gab es im RV insgesamt 1 643 Corona-Infektionen – 925 in Saarbrücken und 718 in den 9 Umlandkommunen.

Als genesen galten am Sonntagabend 1330 Personen. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 19. Juni unverändert bei 114.

Info-Telefon des Regionalverbandes, (0681)  506-5305, besetzt montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr.