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Schönes Wetter führt im Saarland zu Verstößen gegen Kontaktverbot

Rund 200 Menschen am Saarbrücker Staden : Schönes Wetter führt im Saarland zu Verstößen gegen Kontaktverbot (aktualisiert)

Das fast sommerliche Wetter hat am Samstag im Saarland zu zahlreichen Verstößen gegen das Kontaktverbot wegen der Corona-Pandemie geführt.

„Heute sind uns bislang rund 40 Verstöße mitgeteilt worden“, sagte ein Polizeisprecher in Saarbrücken am Samstagnachmittag. Nicht alle Hinweise entpuppten sich als berechtigt. Zum Beispiel seien aber „Gruppen mit Kindern auf einem Spielplatz mit zur Seite geschobener Absperrung“, Jugendliche auf einem Bolzplatz und anderswo eine Ansammlung von 20 Menschen festgestellt worden.

Auf das Kontaktverbot angesprochen hätten alle überwiegend verständnisvoll reagiert. „Nach dem langen Winter haben die Leute eben große Lust, bei schönem Wetter endlich rauszugehen“, sagte der Polizeisprecher. Seine Kollegen hätten gegenwärtig zwar weniger mit gewöhnlicher Kriminalität wie beispielsweise Diebstählen zu tun, dafür aber mit den Folgen der Corona-Krise „eigentlich eine größere Belastung“.

Wie die Polizei Saarbrücken am Samstagabend mitteilte, gab es die größten Probleme am Saarbrücker Staden. Laut Polizei hielten sich im Bereich des Ulanen Pavillons und der Spielplätze zeitgleich rund 150 bis 200 Menschen auf. Die Beamten der Polizei-Inspektion Saarbrücken musste nach eigenen Angaben zur Räumung Unterstützung von anderen Dienststellen anfordern. Angesprochen auf das Kontaktverbot hätten sich viele Menschen ahnungslos gezeigt. Die Polizei verzichtete nach eigenen Angaben allerdings darauf, Strafanzeigen auszustellen, um eine Eskalation zu vermeiden.

Auch im Saarland gilt gemäß bundesweiter Vorgaben, dass Sport und Bewegung an der frischen Luft vorerst nur noch allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Menschen, die im selben Haushalt leben, möglich ist.